Der kommunale Umstieg auf erneuerbare Energien nimmt weiter Gestalt an. Nach dem Ginsheimer Feuerwehrhaus wurden nun auch drei städtische Kitas mit Solaranlagen ausgestattet.
Die Anlagen wurden im Rahmen eines Pachtmodells mit der UrStrom eG und der BürgerEnergie Mainspitze realisiert. Moderne Photovoltaiktechnik in Kombination mit Batteriespeichern ermöglicht es, einen großen Teil des Stroms direkt vor Ort zu erzeugen und zu nutzen. Je nach Standort werden zwischen 64 und 79 Prozent des Strombedarfs gedeckt. Den höchsten Wert erreicht die Kita VIII mit rund 79 Prozent Eigenversorgung. Während zwei Anlagen von der Bischofsheimer Firma "inek" installiert wurden, übernahmen Mitglieder der BürgerEnergie Mainspitze und der UrStrom eG die Arbeiten an der Kita V unter fachlicher Begleitung von "inek". Dort wurde zudem ein Doppelladepunkt für Elektrofahrzeuge eingerichtet.
Die Zahlen von 64 bis 79 Prozent Stromabdeckung verdeutlichen das Potenzial kommunaler Dächer. Jede selbst erzeugte Kilowattstunde macht unabhängiger von Energiemärkten, reduziert langfristig Kosten und trägt aktiv zum Klimaschutz bei. „Besonders wichtig ist, dass wir Nachhaltigkeit dort erlebbar machen, wo Kinder aufwachsen und sie ganz selbstverständlich in ihren Alltag einfließt“, betont Bürgermeister Thorsten Siehr.
Foto: Vor-Ort-Termin auf dem Dach der Kita V "Die Mainpiraten", v.l.n.r.: Christian Beitz und Hanna Mohr (BürgerEnergie Mainspitze), Thorsten Siehr (Bürgermeister), Mira Karlowsky (Klimaschutzmanagerin), Levin Streit (UrStrom), Jenny Silz (Leiterin Kita V), Dr. Verena Ruppert (UrStrom)

