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Mit den Markierungsarbeiten am 26. und 27. Mai 2026 beginnt die Stadt Ginsheim-Gustavsburg die einjährige Testphase zur geplanten Umgestaltung des Altrheinufers im Stadtteil Ginsheim. Zeitgleich beziehungsweise in den darauffolgenden Tagen werden durch den städtischen Bauhof neue Stadtmöbel, darunter Sitzmöglichkeiten und Pflanzkübel, im Projektbereich aufgestellt. 

Die temporäre Umgestaltung betrifft insbesondere die Park- und Verkehrsflächen im Bereich des Altrheins. Ziel der Testphase ist es, neue Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Raums unter realen Bedingungen zu erproben und dabei die Aufenthaltsqualität sowie die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden nachhaltig zu verbessern.

Im Zuge der Testphase werden die bestehenden Parkflächen ab der Schranke bis zur Auffahrt auf den Damm in Richtung Dammstraße 1–6 vorübergehend gesperrt. Der neu ausgewiesene Fahrradweg ist grundsätzlich dem Radverkehr vorbehalten. Eine Befahrung mit Kraftfahrzeugen ist ausschließlich in bestimmten Ausnahmefällen gestattet. Hierzu zählen insbesondere Bootsbesitzer*innen zum Einlassen beziehungsweise Herausziehen ihrer Boote, die Anfahrt des Bootshauses  - jedoch nur für das Be- und Entladen von Waren durch den Restaurantbetreiber- sowie die Zufahrt für die Bewohner*innen der Dammstraße 1–6. Für die Lieferung von Waren zum Hotel kann, sofern es nicht über einen anderen Eingang beliefert wird, ebenfalls die Be- und Entladezone vor dem Bootshaus genutzt werden. 

Ein dauerhaftes Parken in diesem Bereich ist grundsätzlich nicht zulässig. Selbstverständlich bleibt die Zufahrt für Rettungs- und Einsatzkräfte jederzeit gewährleistet.

Die Parkplätze vor der Schranke am Seniorentreff bleiben weiterhin erhalten und können wie gewohnt genutzt werden. Eine mögliche spätere Umgestaltung dieses Bereichs wird erst im Rahmen weiterer Planungen geprüft. Die bestehenden Behindertenparkplätze bleiben unverändert erhalten und können weiterhin uneingeschränkt genutzt werden. Auch der Betrieb der Fähre wird durch die Maßnahmen nicht beeinträchtigt und kann wie gewohnt fortgeführt werden.

Die Planung des Projekts wurde durch die Planungsgesellschaft RV-K in enger Kooperation mit weiteren Partnern erarbeitet. Federführend beteiligt waren Paul Fremer und Marco von der Heyden (Planungsgesellschaft RV-K) gemeinsam mit Manfred Ockel von der Regionalpark RheinMain Südwest gGmbH. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt durch die Hochschule Darmstadt mit Prof. Dr. Jürgen Vollmann und Mark-Simon Krause. Einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Maßnahmen leistete zudem die Arbeitsgruppe Altrheinuferumgestaltung.

Im Vorfeld der Testphase fanden bereits zwei Bürgerveranstaltungen statt, bei denen die Planungen vorgestellt sowie Anregungen und Hinweise aus der Bürgerschaft aufgenommen wurden. Die Veranstaltungen wurden am 20. November 2024 sowie am 23. Oktober 2025 durchgeführt.

Die nun beginnende Testphase ist zunächst auf etwa ein Jahr angelegt. Während dieses Zeitraums sollen Erfahrungen gesammelt und die Auswirkungen der Maßnahmen bewertet werden. Im Anschluss werden die Stadt, das beauftragte Planungsbüro sowie die Bürger*innen gemeinsam die gewonnenen Erkenntnisse auswerten und in die weitere Planung für eine dauerhafte Umgestaltung des Altrheinufers einfließen lassen.

Die Stadt bedankt sich bereits jetzt bei allen Beteiligten sowie den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse, ihre Mitwirkung und ihr Verständnis während der Umsetzung der Testphase.

Foto: Beispielhafte Konzeptvisualisierung Altrheinufer Ginsheim der Planungsgesellschaft RV-K mbH

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