Nachdem im vergangenen Jahr in Trebur mehrere Japankäfer entdeckt wurden, hat das Regierungspräsidium Gießen einen Aktionsplan und eine Allgemeinverfügung erlassen. Neben einer Befallszone in Trebur wurde auch eine angrenzende Pufferzone eingerichtet, zu der der Stadtteil Ginsheim gehört. Ziel ist es, eine Ausbreitung des invasiven Schädlings zu verhindern.
Für die Pufferzone (Stadtteil Ginsheim) gelten daher ab dem 1. Juni 2026 erneut besondere Regelungen: Bis zum 30. September dürfen Pflanzen und Grünschnitt nicht aus der Zone herausgebracht werden, Erde darf sogar ganzjährig nicht abtransportiert werden. Grünabfälle aus Ginsheim können daher nicht auf dem städtischen Recyclinghof entsorgt werden, da er nicht in der Pufferzone liegt.
Die Stadt bittet darum, Gartenabfälle bis Ende September möglichst auf dem eigenen Grundstück zu lagern oder auf dem Recyclinghof Sonnenwerk in Bischofsheim - dieser liegt ebenfalls innerhalb der eingerichteten Pufferzone - abzugeben. In der Biotonne darf nur Pflanzenmaterial entsorgt werden, das gehäckselt oder mit einem Rasenmäher gemäht worden ist.
Unabhängig vom Wohnort, werden alle Menschen gebeten, Japankäfer zu melden. Bei einem Verdacht, sollte der Pflanzenschutzdienst Hessen (E-Mail: psd-pflanzengesundheit@rpgi.hessen.de) kontaktiert werden. Informationen rund um den Japankäfer sind unter diesem Link verfügbar: https://kurzlinks.de/8p75.
Ausgewachsene Käfer sind mit 1 bis 1,5 Zentimeter etwas kleiner als eine Cent-Münze. Sie sind metallisch-grün gefärbt und haben kupferfarbene Flügeldecken. Der Japankäfer ähnelt dem Gartenlaubkäfer, unterscheidet sich von diesem durch 12 weiße, behaarte Punkte am Hinterleib. Sie fliegen von Juni bis September. Die Weibchen legen ihre Eier in der Erde ab. Die Larven ernähren sich vor allem von Graswurzeln, die erwachsenen Käfer von Blättern, Früchten und Blüten. Der Käfer ist sehr gefräßig und schädigt über 300 Pflanzenarten.

