Mit großem Unverständnis reagiert die Stadt auf einen Vandalismusschaden an einem städtischen Baum in der Darmstädter Landstraße. Eine Gleditschie (Lederhülsenbaum), die im Zuge der Straßensanierung im Jahr 2005 gepflanzt wurde und seit über 20 Jahren den Straßenraum prägt, ist Ziel eines sinnlosen Angriffs mit einer Motorsäge geworden. Der dabei entstandene Schaden ist erheblich. Das tatsächliche Alter des Baumes wird auf mehr als 30 Jahre geschätzt.
Die tiefe Schnittverletzung ist weit mehr als ein äußerlicher Schaden. Über die Wunde können Pilze und Bakterien in den Baum eindringen und Fäulnis verursachen. Dadurch kann seine Vitalität über Jahre hinweg erheblich beeinträchtigt werden. Im schlimmsten Fall steigt die Bruchgefahr, sodass der Baum zu einem Sicherheitsrisiko wird und deutlich früher gefällt werden muss.
Die Stadt stellt klar: Solche Taten sind kein harmloser Streich, sondern eine mutwillige Beschädigung wertvollen öffentlichen Eigentums mit langfristigen Folgen für Umwelt und Stadtklima. Gerade ältere, gesunde Bäume leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Sie filtern Staub, spenden Schatten, kühlen aufgeheizte Straßenräume und verbessern die Luftqualität sowie die Luftfeuchtigkeit. Diese wichtigen Funktionen können Nachpflanzungen erst nach vielen Jahren in vergleichbarem Umfang übernehmen.
Die Stadt hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Wer sachdienliche Hinweise zu der Tat geben kann, wird gebeten, sich an die Polizei zu wenden.
Zugleich lenkt die Stadt den Blick auf den besonderen Wert von Stadtbäumen. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu einer lebenswerten und klimaresilienten Stadt. Ihr Schutz und Erhalt liegen im Interesse aller und sind eine gemeinsame Aufgabe, zu der jede und jeder beitragen kann.

