Die Stadt informiert über den aktuellen Sachstand zur Bewässerung des Rasenspielfeldes der Sportanlage sowie des Friedhofs in Gustavsburg. Hintergrund ist die vor rund zwei Monaten erfolgte außerbetriebliche Stilllegung zweier Druckkessel durch den TÜV aufgrund festgestellter sicherheitsrelevanter Mängel.
- Sportanlage Gustavsburg
Für die Bewässerung des Rasenspielfeldes der Sportanlage Gustavsburg wurde zwischenzeitlich eine technische Lösung erarbeitet und beauftragt. Nach Prüfung verschiedener Varianten hat sich die Stadt für eine Ausführung ohne Druckkessel mit einer frequenzgeregelten Pumpensteuerung (Frequenzumrichter) entschieden.
Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die derzeit deutlich längeren Lieferzeiten für Druckkessel von rund fünf bis zehn Wochen sowie der Vorteil, künftig auf wiederkehrende TÜV-Prüfungen des Druckkessels verzichten zu können.
Die Lieferzeit der nun beauftragten Lösung beträgt lediglich 10 bis 15 Werktage. Der Auftrag wurde zwischenzeitlich an eine Fachfirma vergeben. Die Stadt hat sich damit für eine wirtschaftliche und zugleich kurzfristig umsetzbare Lösung entschieden, die auch langfristig eine zuverlässige und bedarfsgerechte Bewässerung der Sportanlage gewährleistet.
Bis zur Lieferung und Installation der neuen Technik wird die Bewässerung der Sportanlage dankenswerterweise weiterhin durch Landwirt Peter Guthmann mit einer mobilen Beregnungsanlage einmal wöchentlich sichergestellt. Die Stadt bedankt sich hierfür ausdrücklich.
- Friedhof Gustavsburg
Für den Friedhof ist die gleiche technische Lösung leider nicht geeignet. Aufgrund der deutlich geringeren, jedoch sehr häufigen Wasserentnahmen ist hier weiterhin ein Druckkessel erforderlich, um einen konstanten Wasserdruck sicherzustellen und ein unnötig häufiges Anlaufen der Pumpe zu vermeiden.
An Spitzentagen werden auf dem Friedhof bis zu 400 Wasserentnahmen mit insgesamt rund 4.000 Litern Wasser verzeichnet.
Die Stadt holt derzeit Vergleichsangebote für eine auf die spezifischen Anforderungen des Friedhofs abgestimmte Lösung ein. Ziel ist es, zeitnah eine neue Anlage zu beauftragen, zumal bei Druckkesseln derzeit weiterhin mit längeren Lieferzeiten zu rechnen ist. Daher wird auch geprüft, ob alternativ ein gebrauchter, generalüberholter Druckkessel in Betracht kommt.
Um die Wasserversorgung für die Grabpflege während der Übergangszeit sicherzustellen, stehen aktuell auf dem Friedhof neben zwei Tankwagen mit jeweils 3.000 Litern Fassungsvermögen zusätzlich zwei 1.000-Liter-Wasserbehälter zur Verfügung.
Der Stadtverwaltung ist bewusst, dass diese Übergangslösung insbesondere während der aktuellen Hitzeperiode mit starken Einschränkungen für die Friedhofsbesucher*innen verbunden ist. Sie setzt daher alles daran, die dauerhafte technische Lösung so schnell wie möglich umzusetzen. Die Stadtverwaltung bittet alle Betroffenen bis dahin um Verständnis und Geduld.

