Zwei Boote, zwei Namen und eine besondere Verbindung zur Stadt und ihrer Feuerwehr: Mit einer feierlichen Taufe hat die Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg ihre beiden neuen Mehrzweckboote offiziell eingeweiht. Das Boot für Ginsheim trägt künftig den Namen des verstorbenen Ehrenortsbrandmeisters "HBM Georg Stippler", das Gustavsburger Boot erhielt den Namen "Rhenania".
Für die Zeremonie wurden die beiden Boote zur Fähre "Johanna" im Altrhein gebracht und dort für die zahlreichen Gäste gut sichtbar vertäut. Bürgermeister Thorsten Siehr, Landrat Thomas Will, Stadtbrandinspektor René Gitter und Benjamin Neumann, Wehrführer der Stadtteilfeuerwehr Ginsheim, überbrachten Grußworte.
"Heute ist ein wichtiger Tag für unsere Stadt und ganz besonders für unsere beiden Stadtteilfeuerwehren Ginsheim und Gustavsburg", betonte Bürgermeister Thorsten Siehr. Mit den neuen Booten werde die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr auf Rhein, Main und den angrenzenden Gewässern deutlich gestärkt. "Unsere Feuerwehr betreut die meisten Flusskilometer im gesamten Kreis Groß-Gerau. Rund elf Flusskilometer gehören zu unserem Einsatzgebiet", so Siehr.
Die neuen Mehrzweckboote ersetzen zwei Einsatzboote aus den Jahren 1992 und 1994. Sie verfügen über moderne Navigations- und Funktechnik, eine Wärmebildkamera sowie Ausrüstung für Wasserrettung und Brandbekämpfung. Mit jeweils zwei 100-PS-Motoren erreichen sie bis zu rund 63 Kilometer pro Stunde.
Die Anschaffung wurde mit insgesamt 80.000 Euro Landesförderung unterstützt. Nach Abzug der Förderung investierte die Stadt rund 420.000 Euro. "Vor allem aber ist diese Investition eines: eine Investition in Sicherheit, Einsatzfähigkeit und die Zukunft unserer Feuerwehr", erklärte Siehr.
Ein besonders bewegender Moment war die eigentliche Taufe des Ginsheimer Bootes. Gemeinsam mit Roswitha Stippler, der Ehefrau des verstorbenen Ehrenortsbrandmeisters, taufte Bürgermeister Siehr das Boot auf den Namen "HBM Georg Stippler". Dabei steht die Bezeichnung "HBM" für Hauptbrandmeister, dem höchsten Dienstgrad Georg Stipplers in seiner langen Laufbahn als Feuerwehrmann. Unterstützt wurde er dabei von Benjamin Neumann, Wehrführer der Stadtteilfeuerwehr Ginsheim. Mit der Namensgebung erinnert die Feuerwehr an eine prägende Persönlichkeit Ginsheims und würdigt dessen langjähriges und verdienstvolles Engagement für die Feuerwehr.
Das Gustavsburger Boot erhielt den Namen "Rhenania" – als Verweis auf die enge Verbindung der Stadt zum Rhein und das künftige Einsatzgebiet des Bootes.
Nach dem offiziellen Teil klang die Feier bei Getränken und guten Gesprächen am Altrhein aus.
Stadt und Feuerwehr bedanken sich herzlich bei Thies Puttnins-von Trotha für die Bereitstellung der Fähre "Johanna", die den Gästen eine besondere Perspektive auf die Ansprachen und Taufen ermöglichte. Ein weiterer Dank gilt dem Bootshaus für die kostenlose Bereitstellung des festen Liegeplatzes für das Ginsheimer Boot sowie BÄM’s Atempause für die Unterstützung der Veranstaltung.

