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Neues vom Stadtschreiber: An „de Eich“

von Hans-Benno Hauf

Wenn wir Kinder uns früher nach der Schule zu Spiel oder Abenteuer verabredeten, dann war allen klar: „mer treffe uns an de Eich“ - mitten im Dorf, dort wo Pfortengasse (Rheinstraße), Wingertsweg oder Schnecko ´s Gass (Mainzer Straße) und verlängerter Holzweg (Frankfurter Straße) sich in einem freien Platz kreuzen1.

Hier errichtet die Gemeinde im Jahr 1890 das Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/712, Ende der zwanziger Jahre hält dort die Kraftfahrtlinie nach Mainz, später die legendäre Buslinie 17, und seit 1950 steht dort der Verkaufs-Kiosk von Hans Härtling. Ein Baum steht da schon lange nicht mehr, doch der Volksmund spricht immer noch von „de Eich“.

Warum? Geschichtlicher Hintergrund ist die Fünfzig-Jahr-Feier zum Gedenken an die Völkerschlacht gegen Napoleon bei Leipzig im Jahr 1813. In einem feierlichen Akt pflanzen die Ginsheimer am 18. Oktober 1863 „auf dem freien Platz vor der Pforte“ einen Eichenbaum.

Und dass man sich heute wieder unter einem stattlichen Baum treffen kann, geht auf eine Initiative der CDU zurück, die 1979 (in der Bildmitte Rudolf Guthmann) eine Traubeneiche „an de Eich“ pflanzt.



  1. vereinzelt auch „Dalles“ (jiddisch) benannt
  2. heute auf dem Friedrich-Ebert-Platz

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