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Kurz vor dem vierten Jahrestag des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine dauert das Leid der Zivilbevölkerung und der Soldaten unvermindert an. Inmitten eines extrem kalten Winters hat sich die ohnehin katastrophale humanitäre Lage weiter verschärft: Zerstörte Infrastruktur, anhaltende Angriffe und massive Versorgungsengpässe gefährden Millionen von Menschen. Bisherige Bemühungen, Voraussetzungen für substanzielle und faire Friedensverhandlungen zu schaffen, blieben ohne Erfolg.

Dass dieser Krieg bereits so lange andauert, darf nicht dazu führen, das Leid der betroffenen Menschen aus dem Blick zu verlieren. Anlässlich des vierten Jahrestages möchten die beiden Mainspitz-Kommunen daher ein bewusst hörbares Signal der Solidarität senden: ein Glockenläuten für die Ukraine.

Am Dienstag, 24. Februar 2026, um 10.00 Uhr werden anlässlich des vierten Jahrestags des Ukraine-Kriegs die Glocken der Rathäuser sowie der Kirchen und weiterer Einrichtungen in Ginsheim-Gustavsburg und Bischofsheim fünf Minuten lang gemeinsam läuten. Anschließend ist eine Schweigeminute geplant. Alle Bürger*innen, Vereine und Initiativen sind herzlich eingeladen, sich ebenfalls aktiv zu beteiligen – etwa durch das Läuten von Handglocken oder das Einschalten entsprechender Klingeltöne auf dem Mobiltelefon.

Mit dem gemeinsamen Läuten wird ein hörbares Zeichen des Gedenkens, der Solidarität und des Friedens gesetzt, das in die gesamte Mainspitze getragen wird. Zugleich unterstreicht die Aktion den Zusammenhalt mit den Menschen in der Ukraine und den Geflüchteten vor Ort.

An folgenden Orten werden die Glocken läuten:

  • Ginsheim-Gustavsburg: Rathaus Ginsheim, Trauerhallen an beiden Friedhöfen, alle Kirchen, Schiffsmühle.
  • Bischofsheim: Rathaus, Trauerhalle des Friedhofs, alle Kirchen.

Die von der Stadt Ginsheim-Gustavsburg initiierte Aktion ist bewusst dezentral angelegt: Während die beteiligten Einrichtungen mit ihren Glocken den Rahmen bilden, ist jede und jeder eingeladen, individuell teilzunehmen und eigene Beiträge einzubringen. 

Es besteht zudem die Möglichkeit, eine der beteiligten Einrichtungen persönlich aufzusuchen, um dem Läuten vor Ort beizuwohnen. 

Lisa Gößwein, Bürgermeisterin der Gemeinde Bischofsheim
Lisa Gößwein, Bürgermeisterin der Gemeinde Bischofsheim

Die beteiligten Bürgermeister, die die Glocken der Rathäuser in Ginsheim und Bischofsheim persönlich läuten werden, hoffen auf breite Unterstützung der Bürger*innen, um ein möglichst deutliches zivilgesellschaftliches Signal der Solidarität an die ukrainischen Geflüchteten vor Ort zu senden. „Mit dem Läuten der Glocken in den Rathäusern in Ginsheim und Bischofsheim wollen wir zeigen, dass wir das Leid der Menschen in der Ukraine nicht vergessen haben – auch nach vier Jahren Krieg nicht“, betont Bürgermeister Thorsten Siehr. „Die Glocke steht für Erinnerung, Solidarität und die Hoffnung auf einen gerechten Frieden. Dieses Zeichen soll hörbar machen, dass Wegsehen keine Option ist.“, ergänzt seine Bischofsheimer Amtskollegin, Lisa Gößwein.

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