Maßnahmen zur Reduzierung des Eichenprozessionsspinners

 

Aktuell und in der nächsten Woche werden im Auftrag der Stadtverwaltung Arbeiten zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners durchgeführt. Eine Fachfirma wird dabei über 100 Eichenbäume mit biologischen Präparaten behandeln, die für den Menschen unbedenklich sind. Für eine kurze Zeit kommt es an den betroffenen Bäumen zur Beeinträchtigung in der Zugänglichkeit von Wegen oder anderen Verkehrsflächen.

In diesem Jahr werden erstmalig in besonders sensiblen Landschaftsteilen auch Fadenwürmer (Nematoden) zur Bekämpfung eingesetzt. Um Ihre Wirkung voll entfalten zu können, müssen die Organismen in den Abend- oder Nachtstunden auf die Bäume aufgesprüht werden. Davon betroffen sind Bäume am Altrheinufer jenseits des Festplatzes und an der Mainspitze. Zu diesen Zeiten entsteht womöglich eine ungewöhnliche Geräuschentwicklung durch die Sprühkanone. Die Stadt bittet daher vor allem die Anlieger*innen in der Dammstraße – ab der Höhe Weinbergstraße - um Verständnis für den nächtlichen Einsatz.

Die Schmetterlingsart des Eichenprozessionsspinners gilt als sogenannter Hygieneschädling. Seine Raupen bilden Brennhaare aus, die verschiedene Krankheitssymptome hervorrufen können. Schmerzhafte allergische Reaktionen der betroffenen Hautpartien, der Schleimhäute der oberen Luftwege und der Augen sind möglich. Werden die befallenen Bäume mit dem Schutzmittel behandelt, nehmen es die Raupen beim Blattfraß auf und werden abgetötet. Für den Menschen sind die eingesetzten Präparate unbedenklich.

Das Umweltbüro weist darauf hin, dass nicht alle Eichen in Ginsheim-Gustavsburg behandelt werden können. Im Fokus stehen Bäume auf Spielplätzen, öffentlich genutzten Grünanlagen, den Friedhöfen und an besonderen Stellen im Verkehrsraum. Daher rät das Umweltbüro sorgfältig mit Eichenbäumen umzugehen. Weiterhin wird davon abgeraten, Raupen und Gespinste zu berühren oder gar zu entfernen. Behördliche Hinweise und Schilder an befallenen Bäumen sind ernst zu nehmen.

 

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