Lastenrad für die Bewohner*innen „Unter der Ruth 10-20“

 

Die Stadt Ginsheim-Gustavsburg zeigt beispielhaft, was auch kleinere Städte im Bereich innovativer und nachhaltiger Mobilität leisten können. Gemeinsam mit dem Verkehrsclub Deutschland verfolgt die Stadt bereits seit einiger Zeit die konkrete Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskonzepte in lokalen Wohnprojekten mit verschiedenen Netzwerkakteuren.

Im Zuge dessen wurden am Wohnungsbauprojekt „Unter der Ruth 10-20“ der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Mainspitze eG im Stadtteil Ginsheim, neben Parkplätzen für PKW und Abstellanlagen für Fahrräder, auch eine Abstellbox für das von der Baugenossenschaft angeschaffte hauseigene Lastenrad errichtet. Die Übergabe des Lastenrads an die Mieter erfolgte am 26. April.

Das Lastenrad besitzt eine elektrische Unterstützung und kann damit die bis zu 30 Kilogramm Ladegewicht komfortabel transportieren. Den Bewohnern*innen steht nun das Lastenrad kostenfrei zur Verfügung. Das Rad kann unter anderem für Einkäufe, Transport von schweren oder sperrigen Gegenständen oder Familienausflüge genutzt werden. Über eine WhatsApp-Gruppe kann das Lastenrad reserviert werden. Die Betreuung des Rades hat Denner übernommen, der das Rad selbst regelmäßig nutzt.

Durch den Einsatz von Lastenrädern anstelle von Autos lässt sich die Lärm- und Luftschadstoffbelastung sowie die CO2-Emission verringern. Somit lassen sich bei 20 gefahrenen Kilometern im Stadtverkehr mit einem Lastenrad im Vergleich zum PKW 800 Kilogramm CO2 jährlich einsparen.

Neben ökologischen Faktoren sprechen auch weitere Aspekte für die Nutzung von Lastenrädern. Staus und die Parkplatzsuche fallen weg, sie steigern durch Bewegung die Gesundheit der Fahrer*innen und ermöglichen soziale Teilhabe für verschiedene Personengruppen wie beispielsweise Familien, Personen ohne Führerscheinbesitz oder ein Auto.

Mit Angeboten wie dem Carsharing von book-n-drive oder dem Leihradsystem MVGmeinRad will die Stadt Ginsheim-Gustavsburg als Vorreiter der Region im Bereich Mobilität nun auch mit einem Lastenradsharing die Mobilitätswende vorantreiben und damit eine Verknüpfung von Wohnen und nachhaltiger Mobilität schaffen.

Die Zusammenarbeit des Teams Mobilität der Stadt Ginsheim-Gustavsburg, dem VCD und den örtlichen Wohnungsgesellschaften schafft somit eine stärkere Verbindung zwischen Wohnen und Mobilität. „Ziel ist es, eine umweltgerechte und flächensparende Mobilitätsversorgung für Wohngebiete der Zukunft zu erreichen“, sagte Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha anlässlich der Übergabe. 

 

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