Stadt Ginsheim-Gustavsburg nimmt am Pilotprojekt „Lolli-Test in Kitas“ nicht teil

Die Stadt Ginsheim-Gustavsburg wird aufgrund der aktuellen individuellen Gegebenheiten vor Ort, insbesondere wegen sinkender Inzidenzzahlen, nicht an dem Pilotprojekt „Lolli-Tests in Kitas“ teilnehmen. Dies teilte Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha heute mit. „Auch die Tatsache, dass der Start des Pilotprojekts um eine weitere Woche verschoben werden musste und dies die Einschränkungen für die Betreuung in den Kitas zeitlich verlängern würde, hat zu unserer Entscheidung beigetragen“, so Puttnins-von Trotha.

Eine Teilnahme an dem Projekt würde voraussetzen, dass die Kinder auch in der vierwöchigen Pilotphase noch in geschlossenen Gruppen betreut werden müssten. Das Konzept verlangt, dass die Betreuungsgruppen, in denen getestet wird, auch weiterhin voneinander getrennt werden, erläuterte Fachbereichsleiter Gregor Anger. Aktuell führt die Betreuung in geschlossenen Gruppen dazu, dass auch die Erzieherinnen festen Gruppen zugeteilt sind. Das Kitapersonal kann daher nicht flexibel zwischen den Gruppen wechseln. Die Betreuungszeiten sind seit der Einführung der Gruppentrennung im Januar größtenteils eingeschränkt.

Den Eltern sollten vielmehr Perspektiven aufgezeigt werden. So sei beabsichtigt, schon ab dem 7. Juni die geschlossenen Gruppen zumindest im Außenbereich der Kitas aufzulösen und ab Juli die Gruppen auch im Inneren zu öffnen. Nach der Sommerschließzeit, wenn alle Erzieherinnen den vollen Impfschutz haben, wäre dann auch ein Regelbetrieb wieder denkbar.

„Die Eltern haben alle bisher getroffenen Maßnahmen größtenteils mitgetragen, wofür ich sehr dankbar bin“, betonte Puttnins-von Trotha. „Jetzt erreichen wir in Kürze aller Voraussicht nach die Stufe 2 der Corona-Maßnahmen des Landes und es gibt viele Lockerungen in verschiedenen Bereichen. Davon sollten auch die Eltern von Kita-Kindern sowie die Kinder selbst, die lange Zeit die notwendigen Einschränkungen hingenommen haben, profitieren“, sagte er. Deshalb könne er es nicht mittragen, dass Kinder durch den verzögerten Start des Pilotprojekts weitere sechs Wochen nur zeitlich eingeschränkt betreut werden können.

Puttnins-von Trotha: „Wir werden auch weiterhin flexibel reagieren, um die Ansteckungsgefahr in unseren Kitas gering zu halten. So sorgen wir schon seit Mitte April dafür, dass freiwillige Spuck-Selbsttests in den Kitas durchgeführt werden können. Es ist uns aber auch wichtig, den Eltern und Kindern ein Stück Normalität zurückzugeben, wenn die Situation dies zulässt. Und dies zeichnet sich aktuell ab.“

 

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