"Ein Gewinn für alle" - Berufliche Inklusion in städtischen Kitas

Bild: Bürgermeister Thies Puttnins von Trotha (l.) mit den neuen Kita-Mitarbeiterinnen Katrin Erbeldinge (2.v.l.) und Karin Dezius (r.)

 

Die Stadt Ginsheim-Gustavsburg stellte am Montag, den 16.11.2020, zwei neue Mitarbeiterinnen der Kita III „Kastanienburg“ und der Kita V „Die Mainpiraten“ im Bürgerhaus Ginsheim vor. „Obwohl pandemiebedingt die meisten Pressetermine aktuell online ablaufen, finde ich es ganz wichtig, dass wir hier und heute in Präsenz zusammenkommen, um Katrin Erbeldingers und Karin Dezius‘ Geschichte zu hören“, sagte Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha zu Beginn des Pressegesprächs. Katrin Erbeldinger (33) und Karin Dezius (55) nehmen an einem Projekt der Werkstatt für Behinderte Rhein-Main e.V. (WfB) und dessen Tochterfirma Solvere teil, in welcher Menschen mit Behinderung eine Arbeitsmöglichkeit geboten wird.

Durch Eigeninitiative sind beide in ein Praktikum der städtischen Kitas gekommen und wollten auch nach der abgeschlossenen Praktikumszeit weiterhin in den Tagesstätten arbeiten. Monika Sänger, Fachbereichsleiterin Personal und Soziales bei der Stadtverwaltung Ginsheim-Gustavsburg, sorgte für die nötige Flexibilität auf Seiten der Stadt. Nachdem Corinna Heinrichs vom Fachbereich Berufliche Integration der WfB und Sabrina Rieger vom Sozialdienst der gGmbH Solvere das Interesse von Frau Erbeldinger und Frau Dezius an einer Fortsetzung der Tätigkeiten bekundeten, koordinierte Monika Sänger in Zusammenarbeit mit den Kitas III und V weitere Einsatzmöglichkeiten.

Karin Dezius unterstützt den Tagesablauf in der Kita V „Die Mainpiraten“ hauptsächlich mit hauswirtschaftlichen Aufgaben: „Ich bin gerne mit Menschen zusammen, habe gerne Kontakt. Der Kontakt mit Kindern gefällt mir. Die Arbeit in der Küche macht mir Spaß, das habe ich früher schon gerne gemacht. Saubermachen und in der Küche arbeiten gefällt mir.“ Katrin Erbeldinger nimmt nach dem Kochen auch gern am gemeinsamen Essen mit den Kindern der Kita III „Kastanienburg“ teil. Auch das Lesen und Spielen mit der Kita-Gruppe macht der 33-Jährigen Freude und sei folglich einer der Hauptgründe, warum sie gern mit Kindern arbeitet. Auf die Nachfrage des Bürgermeisters Thies Puttnins-von Trotha, welche Aufgaben ihr am besten gefallen, antwortete sie selbstbewusst: „alle“.

„Solche Projekte haben einen besonderen Charme für unsere Stadt“, unterstrich der Bürgermeister: „Sie schaffen die Möglichkeit, Vielfalt abzubilden und neue Kontakte herzustellen – Sie sind ein Gewinn für alle“. Mit Blick auf zukünftige Kooperationen sagte Thies Puttnins-von Trotha: „Immer gerne – ich werde weiteren Partnern von der Zusammenarbeit berichten“. Zustimmung kam daraufhin von Corinna Heinrichs. Bei der WfB sei das Interesse an einer externen Beschäftigung sehr groß. Besonders beliebt sei die Arbeit mit Kindern, Tieren, Senior*innen, aber auch Tätigkeiten in Supermärkten seien gefragt.

Über die erfolgreiche Zusammenarbeit und auch darüber, dass das Projekt trotz der Corona-Pandemie vorgestellt werden konnte, freute sich auch Katrin Erbeldinger. Auf die Frage des Bürgermeisters, ob sie noch das Schlusswort zum Pressegespräch formulieren wolle, antwortete sie sichtlich erfreut: „alles gut“.

 

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