Großbrand im Weiherfeld: Freiwillige Feuer- wehr über gesamtes Wochenende im Einsatz

 

Die Freiwillige Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg wurde am Samstagmorgen (2.5.) um 4.36 Uhr zu einem Groß-Einsatz in das Gewerbegebiet "Im Weiherfeld" gerufen. Dort waren eine Logistikhalle und Büroräume in Brand geraten. In dem Gebäudekomplex sind mehrere Firmen untergebracht. In dem vom Brand betroffenen Teil des Gebäudes waren Verpackungsmaterial und Kunststoffteile einer Technologiefirma gelagert. Der Rauch zog in Richtung Bischofsheim und weiter nach Hochheim bis weit in den Main-Taunus-Kreis hinein. In der Halle war aber kein Gefahrgut gelagert, so dass durch die Emissionen auch keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bestand. Die Messungen der Luft ergaben keine bedenklichen Werte.

Schon bald nach Ausbruch des Brandes stürzten Seitenteile der Halle und ein Teil des Daches ein und es war den Feuerwehrleuten nicht mehr möglich, die Halle zu betreten. Gelöscht wurde von außen, unter anderem auch über zwei Drehleitern und zwei Hubsteigern. Durch das frühe und konsequente Eingreifen der Feuerwehren konnte verhindert werden, dass sich das Feuer auf weitere Gebäudeteile ausweitete. Im späteren Verlauf wurde das Technische Hilfswerk hinzugeholt, um die Wände der Halle einzureißen, damit die Löscharbeiten im Inneren der Halle mit Löschschaum erfolgen konnten.

Über 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg waren die Feuerwehren aus Bischofsheim, Rüsselsheim, Trebur, Astheim, Geinsheim, Groß-Gerau, Mörfelden-Walldorf, der Werksfeuerwehr der Firma Hörmann sowie die Berufsfeuerwehren Wiesbaden und Frankfurt mit den stundenlangen Löscharbeiten beschäftigt.

Die Polizei musste die Ginsheimer Straße (L 3040) zwischen der Straße "Am Flurgraben" und der Landdammstraße für den Fahrzeugverkehr über den gesamten Vormittag sperren. Die Straße „Im Weiherfeld“ war bis zum Redaktionsschluss nur noch einspurig in Richtung L 3040 zu befahren.

Das DRK und der ASB kümmerten sich auf dem gegenüberliegenden Gelände einer großen Firma, die sich kurzfristig bereit erklärt hatte ihre Tore für die Hilfsorganisationen zu öffnen, um die Verpflegung der Einsatzkräfte.

Über das gesamte Wochenende hinweg waren Feuerwehrleute, vor allem der Stadtteilfeuerwehr Gustavsburg, im Einsatz, da immer wieder Nachlöscharbeiten erforderlich waren. Über die Höhe des entstandenen Schadens und die Ursache des Brandes ist derzeit nichts bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt noch. Ein Feuerwehrmann aus Ginsheim hat sich bei dem Einsatz am Fuß verletzt.

Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha war bei dem Großbrand vor Ort und verfolgte die aufwändigen und schwierigen Löscharbeiten. Für den großartigen Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehrleute und Rettungskräfte bedankte er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg und den unterstützenden Wehren aus dem Kreis sowie den Hilfsorganisationen und der Polizei. Die Leiter des Einsatzes, Stadtbrand-inspektor Jürgen Karheiding und der stellvertretende Stadtbrandinspektor René Gitter, betonten, dass sich bei dem Einsatz die gute Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren der Mainspitze und des Kreises Groß-Gerau wieder einmal bestens bewährte habe.

Die Fotos des Großbrandes wurden der Stadtverwaltung von Torsten Silz zur Verfügung gestellt.

 
Cookies optimise the provision of our services. By using our services you agree that we use cookies.
ok