Neu in Ginsheim-Gustavsburg: Leon-Hilfe-Inseln

 

"Kinder, Senioren und andere Menschen, die Hilfe benötigen, sollen in Ginsheim-Gustavsburg leichter eine Anlaufstelle finden", so Mario Bach, Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Ginsheim-Gustavsburg. Um das zu erreichen, hat die Stadtverordnetenversammlung eine Kooperation mit der Polizei Hessen, unterstützt durch den Gewerbeverein Ginsheim Gustavsburg e.V., beschlossen. Ein verbreitetes Konzept ist das der „Hilfe-Insel“, das die hessische Polizei organisiert und mit der Cartoonfigur „Leon, der Kinderkommissar“ in hessischen Städten bewirbt.

Am Mittwochabend, 12. August, sollte das Konzept der „Leon-Hilfe-Inseln“ auf dem Friedrich-Ebert-Platz, am Eis-Cafè Venezia, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Vorstellung, unter der Leitung von Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha, mit Vertretern der Politik, Polizei, Stadtverwaltung, des Gewerbevereins, den teilnehmenden Geschäften sowie Schulen und der Presse, im kleinen Rahmen statt.

Nachdem der Bürgermeister alle Teilnehmenden begrüßte, erläuterte Christian Osete-Kröner, Jugendkoordinator der Polizeidirektion Groß-Gerau gemeinsam mit Tim Heinen, Direktionsleiter der Polizeidirektion Groß-Gerau, sowie Burkhard Benkelberg, Leiter der Polizeistation Bischofsheim, das Prinzip der „Leon-Hilfe-Inseln“. Lokale Geschäfte, wie das Eis-Café Venezia, haben ein Plakat bekommen, das sichtbar an der Tür anhängt und die Hilfe-Insel kennzeichnet. Wer dann Hilfe braucht, bekommt sie dort - ob es um eine Verletzung geht, einen verlorenen Schlüssel oder den verpassten Bus, ob sich jemand verfolgt oder bedroht fühlt, ob jemand nach dem Weg fragt oder bei heißen Temperaturen einfach ein Glas Wasser und eine Sitzgelegenheit benötigt.

Jedes teilnehmende Geschäft hat, neben den kennzeichnenden Plakaten, eine Notfallmappe erhalten, in der sich Kontakt-Adressen und Tipps für Notfälle befinden. Als „Signal einer Zivilgesellschaft“ betitelte der Direktionsleiter der Polizeidirektion Groß-Gerau Tim Heinen, die Teilnahme der Geschäfte, die sich zur Unterstützung bedürftiger Personen und zur Einhaltung nötiger Maßnahmen verpflichtet haben.

Verpflichtet hat sich auch Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha, indem er der Polizei versprach ein Feedback zur Inanspruchnahme der „Leon-Hilfe-Inseln“ zu geben: „Mehr als 1000 Hilfe-Inseln gibt es bereits in verschiedenen Städten. Ginsheim-Gustavsburg ist die erste Stadt, die den teilnehmenden Geschäften einen Evaluationsbogen ausgehändigt hat, um zukünftig noch gezielter auf die Notfälle sowie Probleme der Bürgerinnen und Bürger eingehen zu können“, so der Bürgermeister. Zum Abschluss der Konzept-Vorstellung bedankte er sich bei allen Kooperationspartnern sowie bei Morris Stringher, Inhaber des Eis-Cafés Venezia, der für alle Anwesenden Eis spendierte.

In Ginsheim-Gustavsburg beteiligen sich bisher 22 Geschäfte und beide Bürgerbüros der Stadt. Besonders geeignet sind Geschäfte entlang der Schulwege, aber auch Schulen selbst und Kitas fungieren als Hilfeinseln. Schülern, Kindern und Eltern wird das Konzept nach den Sommerferien vorgestellt.

 

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