Wasserwehr und Feuerwehr engagierten sich bei kreisweiter Hochwasserübung

Eine kreisweite Hochwasserübung fand am vergangenen Samstag in Ginsheim-Gustavsburg statt. Organisiert wurde die Großübung durch die Gefahrenabwehr des Kreises Groß-Gerau unter der Gesamtleitung des stellvertretenden Kreisbrandinspektors, Andreas Möstl. Beteiligt daran waren auch die Freiwillige Feuerwehr und die Wasserwehr der Stadt Ginsheim-Gustavsburg.

Erstmals hatten die ehrenamtlichen Mitglieder dieser beiden Einrichtungen die Gelegenheit, das Zusammenwirken mit anderen Hilfsorganisationen im Hochwasserfall zu üben. Auf dem Gelände der Gesamtschule Mainspitze hatten sich am Samstagmorgen zahlreiche Einsatzfahrzeuge sowie rund 350 Einsatzkräfte der Löschzüge aus den Kommunen des Kreises, der Hilfsorganisationen DRK, ASB, THW, DLRG, der Wasserwehr, weiterer Rettungsdienste und Vertreter der Gefahrenabwehr des Kreises versammelt.

Für die Großübung wurde das Szenario angenommen, dass es im Kreisgebiet wegen einer langanhaltenden Hochwasserlage zu einer angespannten Situation an den Hochwasser-Schutzdeichen gekommen sei. In Höhe der Autobahnbrücke der A60 sei durch Treibgut ein wasserseitiger Schaden am Deich entstanden. Zudem sei auf der Landseite des Deichs bereits Wasser ausgetreten. Die alarmierten Einsatzkräfte des Kreises hatten unter anderem die Aufgabe die Wasserwehr der Stadt Ginsheim-Gustavsburg dabei zu unterstützen den Deich zu sichern. Dazu mussten große Folien sowie insgesamt 5000 Sandsäcke am Deich gelegt werden. Auf dem Bauhof füllten die Kräfte der Wasserwehr gemeinsam mit den Feuerwehrleuten aus Ginsheim-Gustavsburg zunächst die vom Kreis gelieferten Säcke mit Sand. Die Säcke wurden sodann auf Lastwagen verladen und zu der Stelle gefahren, an der im Übungsfall Wasser aus dem Deich austrat. Während Taucher der DLRG auf der Wasserseite Planen verlegten und mit Sandsäcken beschwerten, dichteten Wasserwehr und Feuerwehr auf der Landseite des Deiches die undichten Stellen solange mit Sandsäcken ab, bis die akute Gefahr gebannt war. Am Nachmittag wurde das Material wieder zum Bauhof zurückgefahren, die Sandsäcke geleert und zum Rücktransport in das Groß-Gerauer Lager vorbereitet.

Verpflegt wurden die Übungsteilnehmer durch freiwillige Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes im Foyer der Gesamtschule. An der IGS wurde auch ein sogenannter „Betreuungsplatz 500" aufgebaut, an dem im Ernstfall 500 Personen untergebracht und versorgt werden können.

Aus der Übung der Gefahrenabwehr des Kreises konnten die beteiligten Organisationen viele Erkenntnisse ziehen, die in den nächsten Wochen noch weiter ausgewertet werden, um für den Ernstfall bestmöglich gerüstet zu sein. „Ich bin froh darüber, dass es so viele freiwillige Helferinnen und Helfer gibt, die sich für den Schutz unserer Bevölkerung einsetzen", sagte Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha nach der Übung. „Ganz besonders danke ich unserer Freiwilligen Feuerwehr und der Wasserwehr dafür, dass sie den ganzen Samstag über zur Verfügung standen und engagiert mitgearbeitet haben", so der Bürgermeister.

 
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