Gemeinsame Lösungen zur Sicherung des Lear-Standortes in Gustavsburg angestrebt

Anlässlich eines Unternehmensgesprächs zwischen Dennis Henning, Vice President Operations & Logistics der Lear Corporation GmbH, und Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (parteilos), an dem auch der Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer (CDU) und die Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz (CDU) teilnahmen, erläuterte Dennis Henning die wirtschaftliche Situation des seit 29 Jahren in Ginsheim-Gustavsburg angesiedelten Unternehmens und einige der aktuell bestehenden Herausforderungen. „Wir pflegen eine langjährige Beziehung zu der Stadt und unsere geschäftlichen Entscheidungen sind abhängig von den Marktbedingungen und der Gesamtstrategie“, so Henning. Lear habe die Aufgabe Wege zu finden, um mit seiner Produktionsstätte im Weiherfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb werde das Unternehmen seinen Kundenstamm diversifizieren und mit der Belegschaft und der Arbeitnehmervertretung Rahmenbedingungen für Folgeaufträge klären.

„Das Werk in Gustavsburg ist in der Unternehmensgeschichte das zweite, das im Zuge der Entwicklung des europäischen Marktes errichtet wurde. Wir haben mit unseren qualifizierten Beschäftigten vor Ort und der rund 16.000 Quadratmeter großen, gut ausgestatteten Halle hier am Standort die Kompetenz, alle möglichen Arten von Sitzen zu produzieren“, erläuterte er.

Seine Unterstützung bei der Suche nach zukunftsorientierten Lösungen für die weitere Produktion sagte der Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer dem Unternehmen zu. Als Mitglied und stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ sei er in ein Netzwerk von Experten eingebunden, mit deren Hilfe technologische Lösungen für Unternehmen vorangetrieben werden können, sagte Sauer.

Die Stadt Ginsheim-Gustavsburg stehe Lear immer als Partner zur Seite, so Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha. Mit der Wirtschaftsförderung der Stadt verfüge das Unternehmen über eine Anlaufstelle in allen Fragen zum Standort. So könne die Stadt zum Beispiel unterstützen, wenn es darum geht, Untermieter für Büro- und Produktionsflächen zu finden, um die Räumlichkeiten in Zeiten geringerer Nachfrage besser auszulasten.
Um den Verbleib von Lear im Gustavsburger Gewerbepark „Im Weiherfeld“ zu sichern, werde die Stadtverwaltung mit der Unternehmensleitung im Gespräch bleiben und dabei auch weiterhin die Unterstützung der Politik in Anspruch nehmen, kündigte Puttnins-von Trotha an. Mit aktuell 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von denen etwa 30 aus Ginsheim-Gustavsburg und dem näheren Umkreis kommen, sei Lear ein wichtiger Arbeitgeber. Unter den in den letzten Jahrzehnten angesiedelten Betrieben gehöre Lear zu den Flaggschiffen der heimischen Wirtschaft, die es zu erhalten gelte.

„Lear ist in der Stadt Ginsheim-Gustavsburg fest verankert und hat als bedeutender Zulieferer eine Ausstrahlungskraft in der gesamten Region“, hob die Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz hervor. Auch das Land Hessen sei deshalb sehr daran interessiert, dass das Unternehmen erfolgreich am Markt besteht und lege Wert auf den weiteren Dialog.

 
Cookies optimise the provision of our services. By using our services you agree that we use cookies.
ok