Verkehrsberuhigte Bereiche: Bürgermeister appelliert an Verkehrsteilnehmer

Mit dem Ende der Sanierungsarbeiten in der Goethestraße und der Lessingstraße sind zwei weitere Straßen im Stadtgebiet verkehrsberuhigte Bereiche geworden. Bereits vor rund 30 Jahren wurden der Cramer-Klett-Platz und die ihn umgebenden Straßen als erster verkehrsberuhigter Bereich in Ginsheim-Gustavsburg ausgewiesen, danach über die Jahre hinweg zahlreiche andere Straßen.

Die Stadtverwaltung nimmt die kürzlich erfolgte Wiedereröffnung der Lessingstraße zum Anlass, auf die Besonderheiten solcher Bereiche hinzuweisen, denn immer wieder ist zu beobachten, dass Autofahrer dort viel zu schnell fahren.

Gekennzeichnet sind verkehrsberuhigte Bereiche durch blaue, rechteckige Verkehrszeichen, die bildlich einen Straßenzug mit Haus, Auto, Fußgänger und spielendem Kind zeigen.

Im Einzelnen gilt dort:

  • Wer ein Fahrzeug führt, muss in Schrittgeschwindigkeit fahren und darf den Fußgängerverkehr weder gefährden noch behindern; wenn nötig, müssen die Fahrzeugführer warten.
  • Wer zu Fuß geht, darf den Fahrzeugverkehr nicht unnötig behindern.
  • Wer ein Fahrzeug führt, darf außerhalb der durch Eckmarkierungen gekennzeichneten Flächen nicht parken. Nur zum Ein- und Aussteigen und zum Be- und Entladen darf außerhalb der markierten Flächen gehalten werden.
  • Wer zu Fuß geht, darf die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen, denn Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer sind in verkehrsberuhigten Bereichen gleichberechtigt.
  • Kinderspiele sind überall erlaubt.

„Mit der Ausweisung verkehrsberuhigter Bereiche beabsichtigt die Stadt, die Lebensqualität in den Wohnstraßen weiter zu verbessern", erläuterte Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha. Das setze allerdings voraus, dass die Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen und die Regelungen einhalten. „Fahrzeuge haben dort keinen Vorrang", sagte er. Um Gefährdungen von Fußgängern und spielenden Kindern zu vermeiden, sei es ganz wichtig, dass Fahrzeuge in Schrittgeschwindigkeit fahren. Um das Verkehrsverhalten zu kontrollieren, müsse gegebenenfalls auch eine Geschwindigkeitsüberwachung in Spielstraßen erfolgen, so der Bürgermeister. Er hoffe jedoch auf die Umsicht und Vernunft aller Autofahrer.

 
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