TIGZ-Fläche für Veranstaltungshalle: Puttnins-von Trotha widerlegt Behauptungen der SPD

Verwundert zeigte sich Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha über die in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion enthaltenen Äußerungen zu der Möglichkeit, eine Veranstaltungshalle auf dem Gelände des Technologie-, Innovations- und Gründungszentrums (TIGZ) zu errichten.

Unter der damaligen Mehrheit der SPD sei nach intensivem Austausch mit den Vereinen bereits im Jahr 2014 ein Grundsatzbeschluss gefasst worden, dass die Planungen für ein Bürgerzentrum erstellt und im Zuge der Ortskerngestaltung in Gustavsburg der Standort in der Rudolf-Diesel-Straße priorisiert wird. Bei der ersten Sitzung des Ausschusses „Bürgerzentrum Gustavsburg“ am 22. Oktober 2018 sei nochmals, unabhängig von der Frage der Finanzierbarkeit, der Standort im Stadtteilzentrum beschlossen worden. Auch in der Ausschusssitzung vom 9. Oktober 2019 habe es keine Äußerungen gegeben, dass der Standort im Zentrum in Frage steht, so Puttnins-von Trotha. Erst nach dieser Sitzung haben sich die Vertreter des Sport- und Kulturbund Gustavsburg (SKB) nach eigener Aussage auf den Weg gemacht und sich nach einem Standort umgesehen, der ihnen finanzierbar erscheint. Dabei sei man zu der Idee gekommen, eine Eventhalle hinter dem denkmalgeschützten, ehemaligen MAN-Gebäude errichten zu lassen.

Die Behauptung der SPD-Fraktion, dass Landrat Thomas Will (SPD) der Stadt das Grundstück auf dem TIGZ-Gelände für ein Bürgerhaus angeboten habe, ist absolut unwahr und konnte auch vom Landrat auf eine schriftliche Nachfrage hin nicht bestätigt werden, sagte Puttnins-von Trotha. „Die Wahrheit ist: Nachdem bekannt wurde, dass das ehemalige MAN-Bürogebäude abgerissen werde und der neue Eigentümer der Fläche - die kreiseigene Abfall-Wirtschafts-Service GmbH (AWS) - der Stadt angeboten hatte, die Nutzung des Grundstücks mit der Stadtverwaltung abzustimmen, nahm die Wirtschaftsförderung der Stadt vor fast zwei Jahren den Kontakt zur AWS auf. Mit ihr wurden die Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Nutzung erörtert, mit dem Ziel, durch eine Gewerbeansiedlung entsprechende Gewerbesteuer zu generieren“, so der Bürgermeister. Seitdem sei die Wirtschaftsförderung mit Unternehmen in Verbindung, die Interesse an einer Ansiedlung auf dem Grundstück zeigen und leite der AWS Interessenten zu.

Aus einem Gespräch mit dem AWS-Geschäftsführer, Wolfgang Matthes, wisse er, dass die AWS keine großen Chancen sieht, von der knapp 10.000 Quadratmeter großen Fläche 2.000 Quadratmeter abzuschneiden und separat zu vermarkten. Für die AWS kommt nur der Verkauf als Ganzes in Frage. Hinsichtlich der Nutzung der Gesamtfläche gebe es bereits Anfragen von Unternehmen und auch der Verkaufspreis sei klar definiert.

Die Nutzung der TIGZ-Fläche für eine Veranstaltungshalle bedürfe zudem einer eingehenden Prüfung, betonte Bürgermeister Puttnins-von Trotha. Zu beachten sei der Denkmalschutz ebenso wie Belange des Brandschutzes.

Unabhängig von der Realisierung der Eventhalle müsse eine entsprechende Versorgung im Stadtteilzentrum zusätzlich sichergestellt werden. Schließlich gebe es einen politischen Beschluss, der erfüllt werden müsse, erläuterte der Bürgermeister. Es gehe darum, das Stadtteilzentrum zu beleben und kurze Wege zu schaffen. So solle unter anderem ein kleiner Versammlungsraum geschaffen werden, damit sich Vereine, verschiedene Gruppen oder Initiativen im Stadtteilzentrum treffen und austauschen können. Aber auch die Integration von Büroräumen oder auch des Bürgerbüros sollte mit bedacht werden.

Über den Sachstand hinsichtlich des Bürgerhauses Gustavsburg werde er in der Sitzung am 12. Dezember berichten, kündigte Puttnins-von Trotha an.

 
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