Tage der Industriekultur: Christine Hartwig-Thürmer informierte über das MAN-Werk

Vortrag: Route der Industriekultur
 

Zu einem Vortrag von Christine Hartwig-Thürmer über das MAN-Werk in der Zeit von 1930 bis 1950 hatten die Stadtverwaltung Ginsheim-Gustavsburg und das Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum (TIGZ) in das ehemalige MAN-Verwaltungsgebäude eingeladen. Bei dem Vortrag handelte es sich um eine von rund 200 Veranstaltungen, die im Rahmen der „Tage der Industriekultur“ unter dem Dach der KulturRegion FrankfurtRheinMain im gesamten Rhein-Main-Gebiet neun Tage lang angeboten wurden.

Rund 60 interessierte Zuhörer waren gekommen, um sich über spezielle Baumaßnahmen der MAN und Ereignisse in der nationalsozialistischen Zeit zu informieren. Die Historikerin und Hochschuldozentin im Ruhestand, Christine Hartwig-Thürmer, ging auf das Ausländerlager, das Zweigwerk Weisenau, den Bunker und die Stahlhäuser genauso ein wie auf einzelne Personen und Persönlichkeiten mit ihren Schicksalen. Insbesondere hob sie die Arbeit und das menschliche Verhalten des MAN-Direktors, Richard Reinhardt, hervor.
Einige Zeitzeugen unter den Zuhörern konnten den Vortrag durch selbst Erlebtes ergänzen. Besonders interessant war es zu hören, was die Enkelin des Werkdirektors, Lore Julius, die Hartwig-Thürmer zu dem Vortrag eingeladen hatte, aus ihren Erinnerungen heraus über ihren Großvater zu berichten wusste.

Die Informationen über Richard Reinhardt werden auch in die Dokumentation über ehemalige Zwangsarbeiter der MAN einfließen, die Christine Hartwig-Thürmer im Auftrag der Stadt für den Aufbau einer Gedenkstätte erstellt.

 
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