Umgestaltung des Ginsheimer Altrheinufers

Altrheinufer 2016
 

Ergebnis der bisherigen Bürgerbeteiligung und Empfehlungen der NHProjektStadt

Die "Nassauische Heimstätte ProjektStadt" hat die Ergebnisse des bisherigen Beteiligungsverfahrens in einem Bericht zusammengefasst. Die Inhalte wurden in drei Unterkategorien („Verkehr und Mobilität“, „Freiflächen und Grünflächen“, „Gastronomie und Tourismus“) gegliedert.

Dem Gesamtbericht wurden verschiedene Anlagen hinzugefügt. Die Anlagen beeinhalten die genaue Dokumentation der Workshops usw. 

1. Protokoll der NH vom Nachbarschaftsforum | 2. Ausführungen eines Bürgers aus dem Nachbarschaftsforum | 3. Leitlinien der Anwohnervertretung aus dem Nachbarschaftsforum | 4. Stellungnahme der evangelischen Kirchengemeinde | 5. Stellungnahme der evangelischen Kirchengemeinde bzgl. Stellplätze | 6. Alle Nachrichten der Online Umfrage | 7. Zusammengefasste Ergebnisse der Online Umfrage | 8. Anregungen mit Plänen eines Bürgers | 9. Anregungen mit Plänen eines Bürgers | 10. Gezeichneter Plan eines Bürgers


Bürgerbeteiligung: Ideen und Visionen einbringen

Durch einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung soll das Ginsheimer Altrheinufer zwischen der Schwarzbachmündung und der Mainzer Straße neu beziehungsweise umgestaltet werden. Wünschenswert ist, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ginsheim-Gustavsburg an dem Prozess beteiligen sowie Ideen und Wünsche äußern.

Die Regionalpark-Gesellschaft unterstützt das Vorhaben der Stadt Ginsheim-Gustavsburg und hat die "Nassauische Heimstätte ProjektStadt" beauftragt, den Diskussionsprozess zu begleiten und zu moderieren.

Als Auftaktveranstaltung des Planungsprozesses fand am 10. Juni 2016 ein Nachbarschaftsforum zur Gestaltung des Altrheinufers statt. Bei dem Nachbarschaftsforum haben die unmittelbaren Anwohner und Eigentümer erste Meinungen ausgetauscht und Ideen formuliert. Bereits am 14. Juni haben sich Vertreter der Stadtverordnetenversammlung und des Magistrates mit der Gestaltung des Altrheinufers befasst. Ein weiterer Workshop fand am 23. Juni statt, bei dem lokale Betroffene, wie Gastronomen, Vereine, Kirchen und Vertreter des Seniorentreff ihre Ideen austauschten.

Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen werden durch die "Nassauische Heimstätte ProjektStadt" zusammengefasst und im August öffentlich zugänglich gemacht. So haben alle Ginsheim-Gustavsburger Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich von den ersten Ergebnissen ein Bild zu machen. In einer kurz darauffolgenden Bürgerversammlung werden die Ergebnisse ebenfalls präsentiert und diskutiert.

Alle Bürgerinnen und Bürger aus Ginsheim-Gustavsburg sind ausdrücklich eingeladen, sich mit dem Projekt "Neu-/Umgestaltung des Ginsheimer Altrheinufers" zu beschäftigen und eigene Ideen und Visionen einzubringen:

  • Wie könnte das Altrheinufer aussehen?
  • Wie können die Verkehrsprobleme gelöst werden?
  • Wie könnte eine Finanzierung für die Umgestaltung aussehen? Welche Möglichkeiten gibt es?

Bei der Überplanung darf der ganze Bereich des Altrheinufers - Dammstraße Haus-Nr. 1 bis zur Schiffsmühle -  berücksichtigt und in die Überlegungen mit einbezogen werden, da zwischen den Gebieten ein Zusammenhang besteht.


Informationen zum Planungsprozess - Ziele und Grundlagen


Vorgeschichte

Seit mehr als 20 Jahren gibt es Überlegungen in Politik und Verwaltung, das Altrheinufer zwischen Rheinstraße und Schwarzbachmündung neu zu gestalten. Die Anfang der 90er Jahre entwickelten Konzepte zielten insbesondere darauf ab, den KFZ-Verkehr einzuschränken oder zu verlagern, damit Fußgänger und Fahrradfahrer mehr Bewegungsraum erhalten und die Aufenthaltsqualität verbessert wird.

Entsprechende Entwürfe wurden aus verschiedenen Gründen jedoch nie bis zur Ausführungsreife entwickelt und beschlossen. Konsens bestand schließlich bei allen Beteiligten darin, zunächst die mit vielen Eingriffen verbundene Deichsanierung abzuwarten und erst danach eine Umgestaltung in Angriff zu nehmen.

Die Verwaltung hat sich in der Zwischenzeit darauf beschränkt, mit kleineren Maßnahmen wie der Erneuerung und Neupositionierung der Bänke, dem Rückbau von Hochbeeten und Pflanzkästen sowie dem Aufstellen neuer Fahrradständer das Bild und die Infrastruktur am Altrhein aufzuwerten. Da im Zuge der Deichsanierung im Jahre 2013 etliche Wiederherstellungsmaßnahmen in den Grünanlagen anstanden, schlug die Stadtverwaltung vor, diese mit einer moderaten Umgestaltung des Altrheinufers zu verbinden. Dieser Vorschlag fand jedoch keine politische Mehrheit.

Wie ist die Situation am Altrheinufer zurzeit?

Im Vergleich zu der Situation in den 90er Jahren haben sich die Verkehrsprobleme am Altrheinufer weiter verschärft. Insbesondere an den Wochenenden der wärmeren Jahreszeit sind immer größere Besucherströme zu verzeichnen. Da ein erheblicher Teil der Naherholungssuchenden mit dem PKW anfährt, kommt es teilweise zu chaotischen Verkehrsverhältnissen.

Hinzu kommen weitere Faktoren, die die Attraktivität dieses an sich idyllisch gelegenen Altrheinabschnittes  mindern: Das Missverhältnis von Asphalt- und Grünflächen, die zum Teil fehlende Barrierefreiheit, der partielle Instandsetzungsbedarf sowie die völlige Überfrachtung mit Schildern, Hinweistafeln und Schaukästen.

Nach der Erneuerung der Hochwasserschutzmauer und des Deiches bietet es sich daher an, über eine Umgestaltung nachzudenken und in diesem Rahmen die lange aufgeschobenen Instandsetzungen durchzuführen.

Welcher Bereich des Altrheinufers soll überplant werden?

Die Planung soll den gesamten Altrheinuferabschnitt von der Dammstraße/Höhe Mainzer Straße bis zur Dammstraße 1 umfassen. Einzubeziehen sind auch ein Teil der Rheinstraße, die Haupt-, Steg- und teilweise die Neckarstraße, da eine Verminderung des Parkplatzangebotes am Altrheinufer unmittelbare Auswirkungen auf diese Bereiche hat. Außerdem sind über diese Straßen die Verkehre zu den potentiellen Ersatzparkplätzen am südöstlichen Ortsrand zu führen, der ebenfalls zum Planbereich gehört.

> zum Planungsbereich  (Bereich liegt zwischen dem Altrheinufer und der rot markierten Linie)

Ziele der Umgestaltung

Aus Sicht der Verwaltung sind bei einer Überplanung folgende Ziele vorrangig anzustreben:

  • Schaffung von mehr Bewegungsraum für Fußgänger und Fahrradfahrer durch eine KFZ-freie Zone am Ufer zwischen Fähr- und Anglerrampe
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch Erweiterung der Grünanlagen und Schaffung kleiner Plätze mit kommunikationsfreundlicher Möblierung,
  • Reduzierung des KFZ-Verkehrs u. a. durch eine Parkraumbewirtschaftung und ggfs. –verlagerung,
  • Rückbau von Schildern, Hinweistafeln, Schaukästen und Pfosten.

Aktuelle Verkehrsproblematik

Im Uferabschnitt zwischen der Rampe Ringstraße und der Dammstraße 1 - 6 bündeln sich vielfältige Einrichtungen und Funktionen, die KFZ-Verkehr bedingen, der sich zumindest nicht ganz unterbinden lässt und auch schwer zu verlagern ist:

  • Anlieger brauchen eine Zufahrt zu ihren Häusern (insbesondere Dammstraße 1 - 6 oder Bewohner der Rheininseln Nonnenau/Langenau),
  • Wassersportler und Angler nutzen die Rampen oder fahren zu ihren Booten an den Groß- oder Kleinsteganlagen,
  • Gottesdienstbesucher mit eingeschränkter Mobilität benötigen kirchennahe Parkplätze,
  • Gäste von Hotel und Gastronomie (Rheinischer Hof, Ratskeller, Rheinischer Hof, Zur Post…) parken mangels Alternativen in der Regel am Altrheinufer,
  • Besucher des Seniorentreffs, Mitglieder des Kanuvereins und des Modellbauclubs sowie der Altrheinbouler beanspruchen ebenfalls Parkplätze,
  • mehr als 30.000 Fährgäste der Altrheinfähre überqueren jährlich überwiegend zu Fuß oder mit Fahrrad den Altrhein,
  • viele Fahrradtouristen auf Lang- und Kurzstrecken frequentieren zusätzlich die Altrheinroute,
  • Radrennfahrer befahren den Damm u. a. auch gruppenweise, was zu entsprechenden Konflikten mit den anderen Nutzern führt,
  • Ähnliches gilt für den Uferweg am Altrhein,
  • weiterer zusätzlicher KFZ- Verkehr würde entstehen, wenn sich künftig vielleicht noch ein Weinstand, Biergarten und/oder eine Bootshausgastronomie etablieren sollten, wie dies von manchen gefordert wird.
  • Der motorisierte Zielverkehr wird noch durch Besucher verstärkt, die das Altrheinufer als Ausgangspunkt für Spaziergänge oder Fahrradausflüge nutzen oder mit dem PKW einfach Sightseeing betreiben. Insbesondere an Wochenenden erhöht sich der Binnenverkehr durch hin und her fahrende Parkplatzsuchende.

Eigentumsverhältnisse

Die Dammstraße mit dem Hochwasserdamm, die Grünanlage und die Verkehrsflächen am Altrheinufer einschließlich des Spazierweges befinden sich im Eigentum des Landes Hessen, werden aber – mit Ausnahme des Deiches - von der Stadt unterhalten. Die potenziellen Parkersatzflächen am Ginsheimer Ortsrand sind in städtischem Eigentum. Die große Grünfläche (Höhe Ringstraße bis Rampe in Höhe Weinbergstraße) wird als Festplatz für das Altrheinfest genutzt und muss daher als Wiesenfläche erhalten bleiben. Der Ginsheimer Altrhein im Abschnitt zwischen Schwarzbach und Rheinmündung gehört seit 2005 der Stadt. Weitere Angaben sind der in Anlage beigefügten Grundstückseigentümerkarte zu entnehmen.

Überschwemmungsbereich bei Hochwasser

Ein Großteil des Planungsbereichs liegt im Überschwemmungsbereich von Rhein und Altrhein. Daher gelten dort die für Retentionsräume üblichen gesetzlichen Restriktionen. Bei Verkehrsplanungen sollte berücksichtigt werden, dass der Uferparkplatz im Hochwasserfall schnell und effizient gesperrt bzw. geräumt werden muss.

Bestehende Bebauungspläne

Im Planungsbereich bestehen zwei rechtsverbindliche Bebauungspläne (Bebauungsplan „Auf den Altrhein“ Teil 1 (Plan) | Bebauungsplan „Auf den Altrhein“ Teil 2 (Text) | Bebauungsplan „Alt-Ginsheim“). Die dort getroffenen Festsetzungen sollten jedoch nicht als Einschränkung der planerischen Kreativität betrachtet werden.

Naturschutzrechtliche Rahmenbedingungen

Ein kleiner Teil der Rheinauen des Planungsabschnitts liegt im Landschaftsschutzgebiet „Hessische Rheinuferlandschaft“, größere Teile des Altrheins sind als FFH-Gebiet („Ginsheimer Altrhein“) ausgewiesen. Die gesamten Land- und Wasserflächen zwischen Hochwasserdamm und Rhein gehören zum Vogelschutzgebiet „Mainmündung und Ginsheimer Altrhein“.

Zuständige Behörden

Insbesondere die zuständigen Fach- und Genehmigungsbehörden der Kreisverwaltung Groß-Gerau (UNB, UWB, Bauaufsicht) sind im Planungsfall zu beteiligen. Für Belange des Hochwasserschutzes ist der Staatliche Wasserbau des Regierungspräsidiums Darmstadt der Ansprechpartner.


Beteiligung von Politik und Öffentlichkeit in der Vergangenheit

Die Gestaltung des Altrheinufers ist vor allem für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Ginsheim ein wichtiges Thema. Wie die Umfrage der SPD aus dem Jahr 2014 zeigt (> zu den Umfrageergebnissen), ist eine Mehrheit von 50 bis 60 Prozent der Befragten mit den bestehenden Verhältnissen zufrieden bis sehr zufrieden. Andererseits ist festzustellen, dass eine starke Minderheit mit etlichen Erscheinungen unzufrieden ist oder mehrheitlich gewünschte Veränderungen (z. B. weniger Parkplätze) ablehnt. Ähnlich kontrovers stellt sich auch die politische Diskussion dar. Transparenz und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Planungsprozess sind daher unbedingt erforderlich, wenn die Planungsergebnisse später erfolgreich umgesetzt werden sollen.


Politische und finanzielle Rahmenbedingungen

Bisher bestehen keinerlei inhaltliche Planungsziele und Budgetvorgaben seitens der politischen Gremien. Aufgrund der Finanzlage der Stadt ist jedoch davon auszugehen, dass die zu entwickelnden Entwürfe und Konzepte nur eine realistische Chance zur Umsetzung haben, wenn die Gesamtkosten der Ausführung eine Million Euro nicht übersteigen.

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Altrheinufer 1926
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Altrheinufer 1938
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Altrheinufer 1952
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Altrheinufer 2016
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Historie des Altrheinufers - Vom Güterumschlag zur Naherholung

Bereits im frühen 18. Jahrhundert herrschte im Ginsheimer Hafen ein reger Schiffsverkehr. Laut Ortschronik lagen dort etliche Rheinschiffsmühlen und 60 bis 70 größere Schiffe, deren Ladungen  - meist Backsteine, Kohle und Getreide – von dort auf dem Landweg nach Frankfurt und Darmstadt transportiert wurden.

Mit dem Bau der Eisenbahn im Jahre 1858 ging der Güterumschlag zwar zurück, aber der Hafen behielt nach wie vor eine große wirtschaftliche Bedeutung: Kleinere Lastboote, die „Marktnachen“, transportierten die Produkte der Ginsheimer und Astheimer Bauern nach Mainz, circa zwanzig Mühlschiffe mahlten für die Bauern der Region das Getreide und Personenschiffe der „Ginsheimer kleinen weißen Flotte“ fuhren im Pendelverkehr nach Mainz.

Nach dem Bau des sogenannten Steindamms als Einlaufbauwerk des Ginsheimer Altrheins im Jahre 1838 mussten die Mühlschiffe mangels Strömung ihren Standort vom Altrhein zum Großrhein verlegen. Um den Weg zwischen Altrhein- und Rheinufer zu verkürzen, wurde quer durch die Rheininseln im Jahre 1889 der sogenannte Mühlkanal gebaut, über den das Getreide mit „Mühlnachen“  zu den Schiffsmühlen und das Mehl zurück ans Ufer transportiert wurde. Die letzte Ginsheimer Schiffsmühle wurde 1929 stillgelegt.

Dem im Jahre 2008 gegründeten Verein Historische Rheinschiffsmühle Ginsheim gelang jedoch im Jahre 2011 der Nachbau einer historischen Schiffsmühle, die nördlich der Altrheinmündung im Rhein liegt, und - inzwischen voll funktionstauglich – ein ständiger Besuchermagnet ist.

Schiffsmühle Ginsheim

Die fortschreitende technische Entwicklung führte im Jahre 1880 auch zur Ablösung der Marktnachen durch dampfgetriebene kleine Raddampfer, die sowohl Personen als auch Güter von und nach Mainz transportierten und im Laufe der Zeit durch immer größere Schiffe ersetzt wurden. Trotz der nach 1930 einsetzenden Konkurrenz der Omnibusse konnte sich ein Teil der Ginsheimer Personenschiffahrt bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts halten. Heute wird der Ginsheimer Hafen noch regelmäßig von der Frankfurter Primus-Linie angefahren.

Das Ufergelände zwischen des Schwarzbachmündung und der Rheinstraße – früher als „Landungsplatz“ bezeichnet - war bis 1938 unbefestigt und diente zum Be- und Entladen von Schiffen sowie der Zwischenlagerung von  „Schüttgütern“ wie Kies und Sand. Der Uferabschnitt zwischen Rheinstraße und Ringstraße wurde von den örtlichen Fischern genutzt, um die Boote zu lagern und die Netze zu trocknen. Im Jahre 1922 siedelte sich dort auch die „Kies- und Sandbaggerei Friedrich Wilhelm Schrepfer“ an, deren Kiesbagger bis 1984 in Betrieb war und danach von der Gemeinde als Industriedenkmal erhalten wurde.

In den Jahren 1930 bis 1945 gehörten die Ortsteile Ginsheim und Gustavsburg zu der Stadt Mainz. Entsprechend wurde die heute noch erhaltene Grünanlage am Altrheinufer in den Jahren 1935 bis 1938 von der Stadt Mainz geplant und gebaut. Es blieb zunächst bei einer Rasenfläche mit einigen wenigen Birken. Die Ahornreihe wurde erst nach dem Krieg in den Jahren 1949/50 angepflanzt. Rund 30 Jahre später kam die Baumreihe entlang des Ufers in Höhe des Parkplatzes dazu.

Zur Historie des Ginsheimer Altrheinufers gehört auch die Verschlammung des Altrheins, die seit über hundert Jahren insbesondere im Mündungsbereich des Schwarzbachs auftritt und ohne periodische Entnahmen zur Teilverlandung des Altrheines führen würde. Zuletzt wurden im Jahre 2005 rund 21.000 Tonnen Schlamm ausgebaggert und entsorgt. Der Bund als Eigentümer der „Wasserstraße Ginsheimer Altrhein“ bot der Gemeinde vor der Entschlammung an, den 1,5 km langen Flussabschnitt gegen einen Ablösebetrag zu übernehmen. Da die Gemeinde auf den Ablösebetrag für die Ausbaggerung angewiesen war, gehört Ginsheim-Gustavsburg seitdem zu den wenigen Kommunen, die einen Flussabschnitt besitzen.

Die letzte einschneidende Veränderung erlebte das Altrheinufer mit der in den Jahren 2012/13 durchgeführten Deichsanierung, bei der die aus dem Jahre 1897 stammende historische Sandsteinmauer einer Stahlbetonmauer weichen musste. Um den historischen Charakter zu erhalten, wurde die neue Hochwasserschutzmauer jedoch mit den Sandsteinscheiben der alten Mauer verkleidet.

Die Informationen stammen aus den Ortschroniken von 1976 und 2005, die historischen Fotos hat der Heimat- und Verkehrsverein zusammengestellt. Da die Fotos großenteils aus Privatarchiven stammen, besteht kein Vervielfältigungsrecht.


Ihr Ansprechpartner im Rathaus

Falls Sie Fragen haben, können Sie gerne mit unserer Mitarbeiterin im Rathaus Kontakt aufnehmen:

/ Frau Nicole von der Au

Kontakt

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Fax: 06144 20-416
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Webseite: http://www.gigu.de

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