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Wespen, Bienen, Hornissen – kein Grund zur Panik
Es ist Sommer, auf dem Tisch im Freien stehen Kuchen, Obst, Säfte, Eis. Es gesellen sich ungeladene Gäste dazu: Wespen – selten Bienen. Manch einer gerät in Panik, schlägt um sich, andere erzählen Horrorgeschichten – schon ist der gemütliche Nachmittag gesprengt!
Durch eine bessere Einschätzung der Situation und besonnenes Verhalten könnte die Situation entschärft werden.
Hier einige Tipps zum Umgang mit den fliegenden Tischgästen:
- Ruhe bewahren und nie nach den Tieren schlagen:
Wespen und Bienen stechen, sobald sie sich bedroht fühlen.
- Speisen im Freien abdecken, Honig- und Marmeladengläser zuschrauben.
- Kindern den Mund abwischen und am besten mit einem Strohhalm trinken lassen.
- Wespen werden vom süßlichen Geruch von Parfum oder Autan angezogen
- Auch Blattläuse (genauer deren süßliche Ausscheidungen) ziehen Wespen an
- Nicht barfuß über Fallobstwiesen laufen!
- Von einem Wespennest sollte man 3 m Abstand halten, damit sich die Wespen nicht bedroht fühlen.
- Hat sich eine Wespe ins Haus verirrt: Stülpen Sie ein Glas über das Tier und schieben Sie vorsichtig ein Stück Papier (z.B. eine Postkarte) darunter – so lässt sie sich leicht nach draußen bringen.
Und wenn es doch zum Stich kam:
- Ruhe bewahren: nur 2-3% der Bevölkerung reagieren allergisch auf Wespenstiche, für alle anderen ist ein Stich zwar schmerzhaft, aber ungefährlich
- Die Stelle kühlen, damit die Schwellung zurück geht
- Bei Stichen in den Mund: Eiswürfel lutschen und sofort zum Arzt gehen
- Atembeschwerden, Kreislaufprobleme, Nesselsucht deuten auf eine allergische Reaktion hin: einen Arzt aufsuchen
Wussten Sie, dass
- Nur zwei der vielen einheimischen Wespenarten am Kaffeetisch lästig werden. Alle anderen stehen nicht auf Süßspeisen oder Fleisch/Wurst.
- Bienen kein Interesse an unserer Nahrung haben und von daher den Tisch schnell wieder verlassen.
- Alle Wespen-Völker, die frei im Gebüsch hängende Nester bauen, zu den eher ungefährlichen gehören.
- Ein voll entwickeltes Hornissenvolk 500 g Insekten am Tag vertilgt.
- Wespen als Räuber eine wichtige Funktion im Naturhaushalt haben.
- Unsere Pflanzen auf Bienen und Wespen als Bestäuber angewiesen sind.
- Hornissen besonders groß, aber nicht gefährlicher als Wespen sind – sondern besonders scheu.
Muss ein Wespennest entfernt werden, etwa weil es sich
zu nahe an bewohnten Räumen befindet, sollten Sie immer
Experten heranziehen! Gehen Sie nie selbst zu Werk.
Verschließen Sie keinesfalls die Ausfluglöcher, die Tiere
schaffen sich neue und verhalten sich dann äußerst aggressiv.
Wenden Sie sich an die Untere Naturschutzbehörde (Kreisverwaltung 06152 9890) oder das Umweltamt der Gemeinde (06144 20164). Diese verfügen über Adressen von Experten.