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Unternehmertreff: Gewerbetreibende diskutieren über Fachkräftebedarf

Zum vierten Mal hat die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg zu einem Unternehmertreff eingeladen. In den Räumlichkeiten des Technologie-, Innovations- und Gründungszentrums informierten sich rund 40 Gewerbetreibende, die von Bürgermeister Richard von Neumann begrüßt wurden, über aktuelle Wirtschaftsthemen. Im Fokus der Veranstaltung stand das Thema „Fachkräftebedarf“. Referent Philipp Haenle, IHK Darmstadt Rhein Main Neckar, berichtete über die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf das Arbeitskräfteangebot in der Region. Nach Branchen differenziert zeigte er den Fachkräftebedarf auf und riet den Unternehmen, sich rechtzeitig auf die zukünftige Situation einzustellen.

Probleme bei der Rekrutierung von Beschäftigten konnte Elisabeth Straßer von der Wirtschaftsförderung des Kreises Groß-Gerau ausmachen. Seit 2003 nehmen die Engpässe kontinuierlich zu. Hauptgrund seien der Fachkräftemangel sowie die Zunahme von unqualifizierten Bewerbern. Dies sei ein Ergebnis der vom Kreis durchgeführten Unternehmensbefragung.

Andreas Klopp, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg, wies darauf, dass es wichtig sei, sich mit dem Thema Fachkräfte in Zukunft verstärkt zu beschäftigen und auch vor Ort die Weichen zu stellen. So ist beabsichtigt, die gute Zusammenarbeit zwischen der Integrierten Gesamtschule Mainspitze (IGS) und der Jugendpflege der Gemeinde intensiv fortzusetzen. Eine derzeit durchgeführte Befragung der örtlichen Unternehmen zum Ausbildungsplatzangebot soll als Grundlage für eine zielgerichtete Vermittlung von Schulabgängern dienen.

Die Fachkompetenz von Jungunternehmen hob TIGZ-Geschäftsführerin Gabriele Fladung hervor. In dem Gustavsburger Gründerzentrum seien rund 40 Kleinunternehmen eingerichtet, die sich vorrangig in den Bereichen Dienstleistung, Informationstechnologien, Logistik und Kulturwirtschaft erfolgreich gegründet haben und die mit ihren unternehmensbezogenen Dienstleistungen den örtlichen Betrieben als mögliche Partner zur Verfügung stehen.

Nach den Vorträgen bestand ausreichend Gelegenheit zu einem Informationsaustausch.

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