

Flöte und Klavier im Heimatmuseum
Am vergangenen Sonntag fand ein Klassenvorspiel der Musikschule Mainspitze im Bischofsheimer Heimatmuseum statt. Schülerinnen und Schüler von Daniela Vogt-Rathay zeigten ihr Können in einem Programm mit verschiedensten Querflöten-, Blockflöten- und Klavierbeiträgen im voll besetzten Saal.
Zum Auftakt spielten Helena Karch, Julia Schäffer, Jana Hauf, Chiara Stork und Mara Herrmann ein Wiegenlied des zeitgenössischen Komponisten Bela Lajos. Das farbenfrohe Klangstück wurde von der Gruppe sicher intoniert.
Marie Jeuck präsentierte mit einem zweistimmigen Tanz aus dem 16. Jahrhundert die Epoche, in der in England das Virginal, ein dem Spinett verwandtes Tasteninstrument, beliebt war. Als Zauberer verkleidet zeigten Viktoria Marx, Jana Dülken und Marine Velasco-Clain mit einem Kanon, dass bereits nach ein paar Wochen Unterricht mehrstimmiges Musizieren möglich ist. Im Dress der Nationalmannschaft und mit Deutschlandfahne in der Hand kam Leon Wendt zum Klavier. Seine Interpretation des Songs "Fußball" von den "Sportfreunden Stiller" regte die Zuschauer spontan zum Mitmachen an.
In einigen Etüden mit scheinpolyphonem Anklang von Friedrich dem Großen, der ein begeisterter Traversflötenspieler war und von dem bekannten Virtuosen Johann Joachim Quantz unterrichtet wurde, zeigte Mara Herrmann das fortgeschrittene Querflötenrepertoire. Es folgten drei Flötenuhrstücke von Joseph Haydn, die Jessica Hafner, Victoria Barth und Ariane Frey in wechselnder Stimmbesetzung souverän darboten. Flöte solo präsentierte wiederum Franziska Pakulat mit der Interpretation von "Reigen der seligen Geister" aus der Oper "Orpheus und Eurydike", die Christoph Willibald Gluck 1762 komponierte. Zum Abschluss des etwa einstündigen Konzerts waren Tamara Rothenburger und Eva Kleinort mit dem ersten Satz eines Violinkonzertes von Wolfgang Amadeus Mozart, in einer Bearbeitung für zwei Flöten, zu hören. Hierbei fiel besonders das gleichberechtigte Abwechseln der Haupt- oder Melodiestimmen auf.
Am Ende der Veranstaltung gab es lang anhaltenden Applaus für die Leistung der Dozentin Daniela Vogt-Rathay, die alle Ausführenden gut vorbereitet hatte und das Konzert mit einer guten Mischung aus sachlicher Information und witziger Moderation leitete.