

Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan wird in der Gemeinde umgesetzt
Mit dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan beschäftigen sich seit einiger Zeit die Leiterinnen der Kindertagesstätten und Grundschulen der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg. Nach diesem Plan sollen Erzieher und Lehrer noch enger als bisher zusammenarbeiten, vor allem wenn es um den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule geht.
Der hessische Bildungs- und Erziehungsplan wurde für Kinder im Alter von null bis zehn Jahren entwi-ckelt. Entscheidend bei diesem Plan ist, dass dieser, im Gegensatz zu den bisherigen, Kinder bis zehn und nicht nur bis sechs Jahre betrachtet. Er beschreibt die philosophischen, inhaltlichen, methodisch didaktischen und strukturellen Prinzipien, die im Rahmen von Bildungsgemeinschaften zu verwirklichen sind.
„Der Blick auf das Kind hat sich geändert. Es wird nicht mehr als Kita-Kind oder Schulkind betrachtet, sondern entsprechend seiner Lernbiographie. Alle Parteien, also Kindertagesstätten und Schulen, haben sich auf eine Anschauung verständigt und können so nun vernetzter miteinander arbeiten“, so Cornelia Hirsch, Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Schule, bei einer Pressekonferenz.
Damit alle Beteiligten diesen Wechsel vom Kindergarten zur Grundschule gut bewältigen können, findet schon seit einiger Zeit jeweils ein Jahr vor Einschulung ein Elternabend statt. Dieser soll in Zukunft jedoch noch optimiert werden. Doch nicht nur Eltern sollen auf diese Weise erfahren, dass Kindergarten und Grundschule eine Einheit bilden, sondern auch die Kinder. So wird in Zukunft eine Projektwoche stattfinden, um auch die Kindergartenkinder schon frühzeitig an die Schule heranzuführen. Diese läuft parallel zu der Projektwoche in der Grundschule. Am Ende präsentieren die Grundschulkinder ihre Projektergebnisse in der Schule, die Kita-Kinder ihre in der Pausenhalle. „So bekommen die Kinder schon einen Fuß in die Schule, der nächste Schritt ist dann die Einschulung“, so Waltraud Reutzel, Leiterin des Kindergartens „Am Damm“. Die Kinder und Eltern sollen damit gezeigt bekommen, dass Kindergarten und Grundschule eng verzahnt sind und transparent miteinander arbeiten.
Um dieses Konzept auch in Ginsheim-Gustavsburg durchführen zu können, haben die Leiterinnen aller Kindertagesstätten, die Rektorinnen der beiden Grundschulen „Albert-Schweitzer-Schule“ und der „Gustav-Brunner-Schule“ sowie die Fachberatung der Gemeindeverwaltung eine Fortbildungsreihe aus sieben Veranstaltungen an der Pädagogischen Akademie Elisabethenstift in Darmstadt besucht.

Hinten v. l. n. r.: Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Schule, Cornelia Hirsch, und Leiterin der Kita „Regenbogen“, Barbara Kolter. Vorne v. l. n. r.: Leiterin der Kita „Am Damm“, Waltraud Reutzel, Leiterin der Kita „Die Altrheinstromer“, Christine Märtin-Müller, und Leiterin der Kita „Villa Kunterbunt“, Marita Steimmel.
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