

Sanierung der Eisenbahnbrücke in Gustavsburg
Für rund zehn Millionen Euro saniert die Deutsche Bahn AG einen 200 Meter langen Abschnitt der Eisenbahnbrücke. Dieser Abschnitt ist die sogenannte Vorlandbrücke in Gustavsburg, die sich über der Mainspitze befindet. Ebenfalls wird auf Wunsch der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg und der Stadt Mainz der komplette Rad-und Fußweg, der über die Brücke führt, verbreitert. Bis Dezember 2009 sollen die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen sein.
Insgesamt besteht die 1140 Meter lange Brücke aus drei Teilen: der Strombrücke, die über den Rhein führt, sowie der ersten und der zweiten Vorlandbrücke. Die Strombrücke wurde nach der Sprengung im zweiten Weltkrieg im Jahr 1949 in der jetzigen Form mit Stahlüberbauten wiederhergestellt. Sowohl dieser Teil als auch die erste Vorlandbrücke müssen nicht saniert werden. Die zweite Vorlandbrücke wurde bereits 1947 wieder aufgebaut, jedoch weist sie mittlerweile einige Schäden auf. Die Brücke wird in diesem Bereich bis auf die Pfeiler zurückgebaut. 13 neue Spannbetonelemente werden vor Ort gegossen und mit einer 800-Tonnen-Raupe auf die Pfeilerköpfe gehoben. Zusätzlich werden die Oberleitungsmasten und Ausleger komplett erneuert.
Die Bahnstrecke über die Rheinbrücke sei eine der meist befahrenen im Südwesten Deutschlands. Sie stelle den Hauptverbindungsweg für Personen- und Güterzüge zwischen Mainz und Frankfurt, Mainz und Darmstadt sowie zwischen Mainz und Mannheim dar, erklärt Bernd Honerkamp, Sprecher der Bahn AG. Rund 100 Züge passieren die Brücke am Tag. Eine Vollsperrung der Brücke sei daher unmöglich. Deshalb wird die Vorlandbrücke nun in zwei Abschnitten erneuert, in diesem Jahr das Gleis in Richtung Mainz, zwischen April und Dezember 2009 der Verbindungsweg von Mainz nach Gustavsburg. Somit ist jeweils die Bahnstrecke nur eingleisig befahrbar. Daher kommt es teilweise zu Verspätungen, zur Entlastung der Strecke wird der Bahnverkehr teilweise über Mainz-Kastel und Bischofsheim umgeleitet.
Während der Bauarbeiten im Jahr 2009 wird auch der zwischen 1,40 und 1,80 Meter breite Rad-und Fußweg auf zwei Meter ausgebaut. Dieser wird dann von April bis Dezember 2009 komplett gesperrt sein. Finanziert wird die Verbreiterung gemeinsam von den Kommunen Ginsheim-Gustavsburg und Mainz, dem Kreis Groß-Gerau und mit Unterstützung des Landes Hessens.
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 stehen dann beide Gleise wieder für den Bahnbetrieb zur Verfügung. Bis zum Frühjahr 2010 werden jedoch noch Restarbeiten durchgeführt.