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Achtung vor Eichenprozessionsspinnern
Der
Eichenprozessionsspinner ist weiter auf dem Vormarsch. Nach dem Befall der Bäume in der Nachbargemeinde Bischofsheim kann sein Vorkommen nun auch zum ersten Mal in Ginsheim-Gustavsburg bestätigt werden.
Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um eine Schmetterlingsart, dessen Raupen als Hygieneschädlinge gelten. Sie bilden gefährliche Brennhaare aus, die Hautausschläge auslösen sowie Juckreiz und ein allgemeines Krankheitsgefühl verursachen können. In einigen Fällen kommt es zur Reizung der Atemwege bis hin zu asthmatischen Reaktionen oder zur Bindehautentzündung. Eine akute Gefährdung besteht von Ende Mai bis September. Im Winter geht von den alten verlassenen Nestern eine Gefahr aus, denn dort sind vermehrt Brennhaare der Raupen aufzufinden.
Die Raupen kommen ausschließlich an Eichen vor und werden bis zu fünf Zentimeter lang. Sie haben eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und gehen in Gruppen, den sogenannten Prozessionen, auf Nahrungssuche. In Ginsheim-Gustavsburg sind besonders die Eichen auf der Mainspitze, die Spazierwege auf der Ochsenwiese, das Gebiet der Klauern sowie der Friedhof und sein Umfeld in Ginsheim betroffen. Ebenfalls sind Einzelbäume im Ortsgebiet befallen.
Bevor es zur Ausbildung der Brennhaare kommt, wird der Schädling nun vorbeugend mit einem biologischen Präparat bekämpft. Es enthält ein Bodenbakterium, das in ähnlicher Form in der Gemeinde gegen die Schnaken eingesetzt wird. Es schädigt ausschließlich die Raupen und hat keinen weiteren negativen Einfluss auf die Umgebung und den Menschen.
Dennoch sollte man sich vor den Brennhaaren der Raupen schützen. Der beste Schutz ist das Meiden der betroffenen Bäume. Raupen und ihre Nester sollten nicht berührt, empfindliche Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme geschützt werden. Nach einem Kontakt mit den Raupen sollte die Kleidung unbedingt gewechselt und gewaschen werden. Ebenfalls sollten Betroffene duschen und Haare waschen. Gegen den Juckreiz sind Mittel wie bei Insektenstichen zu verwenden. Bei Auftreten allergischer
Symptome sollte ein Arzt aufgesucht werden.
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