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Bürgermeister Richard von Neumann sagt Bücherei-Initiative Unterstützung zu
Positiv sieht Bürgermeister Richard von Neumann die Vorschläge der privaten Initiative zur Weiterführung der Bücherei in Ginsheim. Ausdrücklich begrüßt er darüber hinaus, dass die SPD-Fraktion sich dafür ausspricht, einen Förderverein für die Bücherei zu unterstützen, falls sich ein solcher Verein gründet.
„Dass es engagierte Bürgerinnen und Bürger in unserer Gemeinde gibt, die bereit sind, auf freiwilliger Basis die bisherige Arbeit der Bücherei zu leisten, ist anerkennenswert“, sagte von Neumann mit Blick auf die von Bürgern initiierten Diskussionen am „Runden Tisch“. „Dem ausgeprägten Willen in der Bevölkerung, auch in Zukunft Bücher im Ortsteil Ginsheim ausleihen zu können, sollte die Gemeinde nachkommen und auch unterstützen“, so der Bürgermeister.
Deshalb sei er froh über die konstruktiven Vorschläge seiner Partei. Die Möglichkeit, die bestehenden Räumlichkeiten im Rathaus der Bücherei weiterhin zur Verfügung zu stellen, habe er geprüft und sehe darin keine Probleme, solange keine andere Nutzung anstehe. Inwieweit Ersatzbeschaffungen von Büchern durch finanzielle Beteiligung der Gemeinde zu leisten sein werden, darüber könne im Rahmen der Haushaltsberatungen allerdings erst im nächsten Jahr ein Beschluss gefasst werden.
Entschieden wandte sich von Neumann gegen die von den Freien Wählern genannten Einsparungspotenziale, mit der die Schließung der Bücherei angeblich verhindert werden könne. „Die FWG müsste eigentlich wissen, dass durch Streichung des jährlichen Betriebsausflugs für die Bediensteten der Gemeinde kein Geld freigesetzt werden kann, das zur Finanzierung der Bücherei zur Verfügung steht“, sagte von Neumann. Zudem können eingesparte Gelder bei der Reinigung von Mülltonnen nicht anderen Zwecken zugeführt werden.
Die FWG vermittele der Bevölkerung mit ihren Äußerungen ein falsches Bild, stellte von Neumann klar. Die Initiative zur Weiterführung der Bücherei in Ginsheim dürfe jedoch nicht zur Zielscheibe politischen Profilierungseifers einzelner Parteien werden.