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Arbeitskreis "Kinder und Jugend": Fläche am Spielplatz in Ginsheim-Nord nicht mehr zum Fußballspielen nutzen

Dass auf der Fläche neben dem Spielplatz in der Nähe der Mariama-Bâ-Straße kein Fußball mehr gespielt werden soll, beruhe auf einem Beschluss des "Arbeitskreises Kinder und Jugend". Dies teilte Bürgermeister Richard von Neumann in Reaktion auf die Presseberichterstattung über den Protest der "Fraktion pro Kinder" mit. Die Interessengruppe betroffener Kinder hatte nach Angaben der Allgemeinen Zeitung behauptet, dass die für das Fußballspielen genutzte Entwässerungsmulde in einer "Nacht- und Nebelaktion" umgepflügt worden sei.

"Von Nacht- und Nebelaktion kann überhaupt keine Rede sein", betonte auch Jochen Krausgrill, Vorsitzender des "Arbeitskreises Kinder und Jugend". Der Arbeitskreis habe als Ergebnis seiner Bemühungen der Gemeindeverwaltung empfohlen, Pläne auszuarbeiten, die das Fußballspielen auf diesem Grundstück verhindern, allerdings weiterhin Bewegungsspiele zulassen. Vorausgegangen waren dieser Empfehlung jahrelange Schlichtungs- und Vermittlungsversuche, unter anderem durch die Mitglieder des Arbeitskreises, den Bürgermeister und die Jugendpflege, die allerdings erfolglos blieben. Auch die vorgenommenen baulichen Veränderungen des Geländes durch zusätzliche Bepflanzung und Findlinge konnten den Konflikt letztlich nicht entschärfen.

Dabei ist das Flurstück, um das es sich handelt, im Bebauungsplan ausdrücklich als Streuobstwiese, nicht als Kinderspielwiese, ausgewiesen. Das verpflichtet die Gemeinde, in einer festgelegten Dichte eine Mischung verschiedener Obstsorten anzulegen und langfristig zu erhalten. Jede andere bauliche Maßnahme, insbesondere Vorrichtungen zum Spielen, sind somit gar nicht zulässig, erläuterte von Neumann.

Unabhängig davon liefen die Vermittlungsversuche weiter, um Spielen dort zu ermöglichen. So hatte Jochen Krausgrill die benachbarten Bewohner, die Kinder und deren Eltern zuletzt zu klärenden Gesprächen eingeladen. Allerdings sei zu allen drei Terminen außer betroffenen Anwohnern der Mariama-Bâ-Straße niemand der Einladung gefolgt. Indessen hatte sich der Konflikt erneut zugespitzt. So kam es zu weiteren Störungen der Anwohner durch fußballspielende Kinder. In einem Fall habe man Anwohnern sogar Konsequenzen angedroht, wenn sie sich über das Fußballspielen weiterhin beschweren. Dies habe schließlich den Anlass für die Einleitung der durchgeführten Maßnahme gegeben. Eigentlich habe man auf einen längeren Winter  gehofft, so dass im Frühjahr in Ruhe über die beantragte Planung hätte beraten und entschieden werden können, sagte Krausgrill.

Der Beschluss des Arbeitskreises, der sich aus je einem Mitglied aller in der Gemeindevertretung mitarbeitenden Fraktionen und der FDP zusammensetzt, sei im übrigen einstimmig gefasst worden, so Krausgrill. Auf der Sitzung der Gemeindevertretung am 14.12.2006 habe er den Vorschlag zu der weiteren Vorgehensweise zudem öffentlich verkündet. Er wurde von der Gemeindevertretung zustimmend zur Kenntnis genommen.

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