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Leipziger Straße: Bestmögliche Lösung
(23.01.2007) Leserbriefe und Zeitungsberichte, die vor kurzem erschienen sind, nimmt die Gemeinde zum Anlass, sich nochmals zur Verkehrsregelung an den Mittelinseln in der Leipziger Straße zu äußern.
Sie weist darauf hin, dass die Fahrbahnteiler eingebaut worden sind, um es den Fußgängern zu erleichtern, die breite Fahrbahn der Kreisstraße zu überqueren. Die Mittelinsel in Höhe der beiden Straßen „Akazienstraße“ und „Zwerggewann“ sei vor allem für die Kinder eingerichtet worden, die zu der nur wenige Meter entfernt liegenden Kindertagesstätte in der Akazienstraße gelangen möchten und dabei die Leipziger Straße überqueren müssen. „Die Sicherheit unserer Kinder hat für uns Priorität“, betonte Bürgermeister Richard von Neumann. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass auch für ältere Bürger und Gehbehinderte die Mittelinseln an dieser Stelle unverzichtbar seien, zumal die nächstgelegenen Querungshilfen in der Leipziger Straße fast 300 Meter entfernt liegen.
Die Mittelinseln bieten den Vorteil, dass Fußgänger die Fahrstreifen in Etappen überqueren können und hierbei jeweils nur mit dem Verkehr einer Fahrtrichtung konfrontiert sind. Ein Zebrastreifen würde sie nicht in dieser Weise schützen. Sie wären vielmehr darauf angewiesen, dass die aus beiden Richtungen kommenden Autofahrer sie beachten. Außerdem müssten sie die rund 10 Meter breite Straße in einem Zug überqueren. Insbesondere Kinder und ältere Personen wären damit überfordert.
In der Engstelle, die durch die Querungshilfe entstanden ist, fühlen sich insbesondere ältere Radfahrer vom Kfz-Verkehr bedrängt. Zur Verunsicherung trägt auch bei, dass die Fahrbahnrandmarkierung dort bis nahe an den Gehweg heranreicht und Radfahrer meinen, sie dürfen nur rechts dieser Markierung fahren.
Mit der Polizei und dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen Darmstadt (ASV) hat die Gemeinde deswegen erörtert, ob die Fahrbahn in diesem Bereich so verbreitert werden könnte, dass Radfahrer und der Kfz-Verkehr - wie vor und hinter den Mittelinseln – ungehindert nebeneinander her fahren könnten. Ergebnis: Der Gehweg würde durch die Fahrbahnerweiterung so schmal, dass wiederum kaum Platz für Fußgänger übrig bliebe. Nahe der Niersteiner Straße würde er auf maximal 60 Zentimeter Breite „schrumpfen“.
Eine geringere Fahrbahnverbereiterung wurde von den Beteiligten als gefahr-trächtig verworfen, weil sie den falschen Eindruck erweckt hätte, Radfahrer und Kraftfahrer könnten die Engstelle gleichzeitig durchfahren. Die Mittelinseln zu entfernen, kam aus den genannten Gründen ebenso wenig in Betracht wie sie zu verkleinern. Schmalere Einbauten würden die Fußgänger in der Mitte der Fahrbahn nicht mehr schützen.
Dem Vorschlag der Gemeinde, den Randstreifen in Höhe der Mittelinseln in einen breiteren sogenannten Schutzstreifen für Radfahrer umzumarkieren, die restliche Fahrbahn dadurch deutlich optisch einzuengen und so den Kfz-Verkehr zu verlangsamen, konnte das Amt für Straßen- und Verkehrswesen, das für bauliche Maßnahmen und Markierungen in der Leipziger Straße zuständig ist, bisher nicht zustimmen.
Es verwies darauf, dass Radfahrer und insbesondere breite Schwerverkehrs-fahrzeuge die Engstelle nicht gefahrlos nebeneinander durchfahren könnten.
Den Kraftfahrern müsse deutlich gemacht werden, dass sie im Zweifel hinter den in der Engstelle befindlichen Radfahrern bleiben müssten.
Das ASV plädierte deswegen dafür, die derzeitige Markierung des schmalen Randstreifens ersatzlos zu entfernen. Die Kraftfahrer müssten diese Stelle dann vorsichtig durchfahren, weil sie,so das ASV, keinen „eigenen Teppich“ mehr hätten, auf dessen vorgegebene Breite sie sich verlassen könnten.
Dieser Sichtweise schlossen sich auch die übrigen Behördenvertreter an, so dass die Markierung, so bald es die Witterung zulässt, entfernt werden wird. Die Gemeinde werde selbstverständlich die Entwicklung genau beobachten und sich weiterhin für die bestmögliche Lösung einsetzen, so von Neumann.
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