(23.10.06) Frau P. ist auf der Kellertreppe ausgerutscht. Im Fallen suchte sie Halt, aber statt des Handlaufs erwischte sie nur den Stiel des Schrubbers, der mit Eimer und Lappen in der Ecke des Kellerabgangs abgestellt war. Mit den Putzgeräten riss sie auch gleich noch den Arbeitskittel und die Einkaufstasche vom Haken an der Wand und landete mit einem gebrochenen Bein und vielen blauen Flecken in der Tiefe. Seit diesem Unfall ist Frau P. besonders sensibel, wenn es um Stolperfallen und Hindernisse in der Wohnung geht: Zum Beispiel die hochstehende Teppichkante oder der Läufer, der auf dem glatten Boden wegrutscht, aber auch die Telefonschnur und das Verlängerungskabel, die quer durchs Wohnzimmer verlegt sind. Die Gefahrenquellen lassen sich leicht beseitigen, und natürlich stehen jetzt auch Schrubber und Eimer immer in der Besenkammer. Helene Rettenbach, die Innenarchitektin von WABe, der Wohnungsanpassungsberatung des Kreises Groß-Gerau, kennt die Vorschriften, die für eine sogenannte barrierefreie Wohnung zu beachten sind und gibt weitere Tipps: Bewegungsflächen sollten mindestens 90 cm breit sein und Durchgänge zwischen Tür und Fenster frei gehalten werden. Im Bad erhöhen Griffe und eine rutschhemmende Matte in der Wanne die Sicherheit. Und auch der Bereich vor der Haustür darf nicht vergessen werden. Hier empfiehlt die Beraterin zum Beispiel den sehr holprigen Gehweg zu erneuern und die Fußmatte in den Bodenbelag einzulassen.
Die Fachleute von WABe beraten auch Sie kostenlos und firmenneutral: telefonisch donnerstags, 17 bis 18 Uhr unter Telefon: 0172 6124446 oder bei einem Besuch in Ihrer Wohnung (Terminvereinbarung: Telefon: 06152 16061). Das Seniorenbüro der Gemeinde hilft auch weiter unter der Telefonnummer 06144 20154.