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Gemeinde sucht Paten für Auszubildende und Ausbildungsuchende

(23.06.2005) Ehrenamtliche Helfer sollen nach dem Willen der Gemeinde Jugendlichen aus Ginsheim-Gustavsburg zur Seite gestellt werden, die einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz suchen. Diese Maßnahme gegen die steigende Jugendarbeitslosigkeit geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück, der im Februar von der Gemeindevertretung beschlossen worden ist. Die Gemeinde wird darin aufgefordert, verstärkt Maßnahmen zu ergreifen, die darauf abzielen, Jugendliche bei der Jobsuche und während der Ausbildung zu unterstützen. "Angesichts der unverändert schwierigen Situation auf dem Ausbildungsmarkt sollte die Gemeinde alle Anstrengungen unternehmen, um die bestehenden Angebote unserer Jugendpflege zu ergänzen und weiterzuentwickeln", sagte Bürgermeister Richard von Neumann.

Ein sinnvolles Angebot könnte der Aufbau eines "Patensystems" darstellen. Die Idee besteht darin, ehrenamtliche Helfer zu finden, die den Jugendlichen als Begleiter und Ansprechpartner zur Verfügung stehen und sie in der Übergangsphase von der Schule zum Beruf "an die Hand nehmen". "Der Erfolg dieses Vorhabens hängt natürlich davon ab, dass sich genügend Ehrenamtliche bereit erklären, die Aufgabe eines Paten zu übernehmen", betonte Michaela Rüffert von der Jugendpflege der Gemeinde.

Die Tätigkeitsfelder der Paten seien vielfältig: Wichtige Aufgaben wären, neben dem Erteilen von Nachhilfeunterricht in verschiedenen Fächern, Hilfestellungen beim Formulieren von Bewerbungsschreiben, bei der Simulation von Bewerbungstest sowie beim Üben von Vorstellungsgesprächen. Die Paten sollen die Jugendlichen auch zu ihren Vorstellungsgesprächen begleiten. Bei Bedarf sollen sie auch während der Ausbildung als Ansprechpartner für die Jugendlichen wie auch für den Betrieb da sein. Dies könne dazu beitragen, einen reibungslosen Verlauf der Ausbildung zu gewährleisten. Bei möglichen Differenzen zwischen Arbeitgeber und Auszubildenden könnte ein Pate als Vermittler und Schlichter fungieren. Außerdem wäre es sehr hilfreich, wenn Paten auch von sich aus Betriebe ansprechen und dadurch eventuell zusätzliche Lehrstellen akquirieren könnten.

Koordiniert und unterstützt werden die angehenden Paten von Mitarbeitern der Jugendpflege. Seit Jahren schon kümmert sich diese Service-Stelle der Gemeinde in enger Kooperation mit der Integrierten Gesamtschule Mainspitze (IGS) darum, die Schüler der oberen Klassen auf den Beruf vorzubereiten. Auf der Grundlage der von ihr erstellten Stärken-Schwächen-Profile der Schüler kann der Kontakt zu dem passenden ehrenamtlichen Berater jeweils hergestellt werden.

Bürgerinnen und Bürger, die dazu beitragen können, dieses wichtige Vorhaben umzusetzen und sich eine ehrenamtliche Tätigkeit als Pate vorstellen können, bittet die Gemeinde, sich bis zum 15. Juli mit Michaela Rüffert, Tel. 06144 20156, E-Mail: rueffert@gigu.de, in Verbindung zu setzen.

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